„Augmented Reality“ könnte Verkehr zukünftig sicherer machen Reale und virtuelle Welt überlagert - scinexx | Das Wissensmagazin
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„Augmented Reality“ könnte Verkehr zukünftig sicherer machen

Reale und virtuelle Welt überlagert

Fußballspiel gegen Frankreich. 34. Minute, Freistoß für Deutschland. Wie von Geisterhand erscheint auf dem Fernsehbildschirm ein farbiger Balken, der sich vom Ball zum Tor zieht. Auch die Entfernung in Metern wird eingeblendet. Was inzwischen jeder Fußballfan kennt, bezeichnen Informatiker als „Augmented Reality“ – „Erweiterte Wirklichkeit“: Echte Bilder werden virtuell aufgepeppt. Drei Informatikstudenten von der Uni Würzburg sind auf diesem Gebiet so gut, dass sie bei einem Wettbewerb der Audi AG (Ingolstadt) den ersten Preis gewonnen haben.

Daniel Eck, Markus Sauer und Marco Schmidt haben ein so genanntes „Augmented Reality User Interface“ entwickelt. Mit dieser Benutzeroberfläche lassen sich mobile Roboter steuern, zum Beispiel am Bildschirm per Internet. Als Roboter-Modelle benutzten die Studenten autoähnliche Fahrzeuge mit vier Rädern, die am Würzburger Lehrstuhl für Technische Informatik für Forschungszwecke entwickelt wurden.

Die mobilen Roboter sind mit einer Videokamera und mit Ultraschall-Sensoren ausgestattet. Diese Fühler können Gegenstände erkennen, die bis zu fünf Meter entfernt sind. Die Studenten haben das System in den vergangenen Monaten so ausgearbeitet, dass das auf einen Bildschirm übertragene Kamerabild mit virtuellen Einblendungen der Hindernisse überlagert wird. Auf diese Weise erhält der Benutzer Informationen, die er nur mit den Augen alleine nicht sehen kann.

Diese Art der Verschmelzung von realer und virtueller Welt könnte einmal für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Daniel Eck erklärt: Man stelle sich einen mit Videokamera und diversen Sensoren ausgerüsteten Pkw auf der Landstraße vor. Bei Dunkelheit, dichtem Nebel oder starkem Regen könnte das System den Fahrer vor Gefahren warnen, etwa vor Hindernissen auf der Fahrbahn oder vor Fußgängern am Straßenrand. Ein Wärmesensor könnte die für den Fahrzeuglenker noch nicht sichtbaren Menschen aufspüren und sie in das reelle Bild von der Kamera einblenden – sichtbar entweder auf einem Monitor oder direkt auf die Windschutzscheibe projiziert.

(Universität Würzburg, 29.10.2004 – NPO)

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