Viren und Selbstmordattentäter statt Kalter Krieg - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Neue Bedrohungen für unsere Gesellschaft

Viren und Selbstmordattentäter statt Kalter Krieg

Sicherheitscheck am Flughafen © Ralf Roletschek/ GFDL

Piiep! Mit einem schrillen Ton schlägt der Metalldetektor Alarm. Das Sicherheitspersonal winkt den Fluggast heraus und tastet ihn nach verborgenen Waffen ab. „Bitte ziehen Sie auch Ihre Schuhe aus“, fordert der Uniformierte. Dann untersucht er sorgfältig die schwarzen Lederschuhe. In der Zwischenzeit wird die Schlange an der Sicherheitsschleuse immer länger: Denn jeder Flugpassagier muss seine Jacke ausziehen, aus den Hosentaschen Geldbörse und Schlüssel hervorkramen und sich seines Gürtels entledigen. Alle Sachen werden in Plastikwannen gelegt.

Fingerabdrücke vor der Einreise

Danach wird das Handgepäck geöffnet und der Laptop sowie der wiederverschließbare, durchsichtige Plastikbeutel mit Zahnpasta, Duschgel, Körperlotion und Shampoo ausgepackt. Erst dann darf der nächste Fluggast den Metalldetektor passieren.

Wer fliegt, spürt am eigenen Leib, dass die Sicherheitskontrollen an Flughäfen in den vergangenen Jahren deutlich verschärft wurden. Auf die Attentate des 11. September 2001 und die Aufdeckung der geplanten Anschläge mit Flüssigsprengstoff auf Transatlantik-Flüge im Vorjahr haben Regierungen und Fluggesellschaften mit strengen Kontrollen reagiert. Besonders rigide sind die Sicherheitsvorschriften in den Vereinigten Staaten: Wer in die USA einreisen will, muss sich sogar Fingerabdrücke abnehmen lassen.

Zivile Sicherheit ist gefragt

Trümmer des World Trade Centers © FEMA

Die Anschläge am 11. September haben s deutlich gemacht: Die Bedrohung unserer Gesellschaft hat sich drastisch geändert. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts standen sich noch die beiden großen Militärbündnisse der NATO und des Warschauer Pakts gegenüber. Nach dem Ende des Kalten Kriegs sind an die Stelle dieser dominierenden Bedrohung viele unterschiedliche Risiken getreten: Selbstmordattentäter legen das Verkehrsnetz von London lahm, New Orleans versinkt fast in den Fluten, Viren, die das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) verursachen, gelangen über Flugzeuge innerhalb weniger Stunden rund um die Welt.

Heute müssen wir uns vor terroristischen Angriffen, Industrieunfällen und Pandemien schützen. Gefragt ist nicht mehr nur militärische, sondern zunehmend zivile Sicherheit.

Anzeige

  1. zurück
  2. |
  3. 1
  4. |
  5. 2
  6. |
  7. 3
  8. |
  9. 4
  10. |
  11. 5
  12. |
  13. 6
  14. |
  15. 7
  16. |
  17. 8
  18. |
  19. weiter


Stand: 11.04.2008

Anzeige

In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Sicherheit durch Hightech
Wie Forscher Attentätern, Viren und Kriminellen den Kampf ansagen

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Viren und Selbstmordattentäter statt Kalter Krieg
Neue Bedrohungen für unsere Gesellschaft

Mehr Geld für mehr Sicherheit
Sicherheitsforschung bekommt ein größeres Gewicht

Neue Helfer für den Katastrophenfall
Mobile Kommunikationsdienste und wearable computing

Gase verraten Explosivstoffe
Mit neuen Methoden Sprengstoffen auf der Spur

Elektromagnetische Strahlen spüren Attentäter auf
Besserer Schutz vor Explosionen

Forschung für mehr Sicherheit
Der Fraunhofer-Verbund Verteidigungs- und Sicherheitsforschung

Diaschauen zum Thema

News zum Thema

keine News verknüpft

Dossiers zum Thema

Smart Dust - Die unsichtbaren Computernetze der Zukunft

Vogelgrippe - Vom Tiervirus zur tödlichen Gefahr für den Menschen

Hurrikans - Zerstörerische Wirbelstürme im Aufwind?

Wetterextreme - Klimatische "Ausrutscher" oder Folgen des Klimawandels?

AIDS - Auf der Suche nach der Wunderwaffe

Tsunami - Das Geheimnis der Riesenwellen

Anzeige
Anzeige