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Vom Container zum Messnetz

So geht es weiter

Von kooperativen Objekten mit einer grob bekannten Flugbahn wollen sich die DLR-Wissenschaftler Schritt für Schritt der Detektion nicht kooperativer Ziele nähern. Langfristig haben sie die Idee, ein kleines Netzwerk von Stationen für gemeinsame Beobachtungen aufzubauen, das alle gesammelten Erkenntnisse vereint und umsetzt: Innerhalb dieses Netzwerks entdeckt eine Station ein neues Objekt, bestimmt grob dessen Flugbahn und reicht es für eine genauere Vermessung an die nächste Station weiter.

Leif Humbert bei den letzten Arbeiten am Teleskop, bevor es auf seine erste Reise geht. © DLR

Auf diese Weise ist es möglich, einen relativ großen Ausschnitt der Flugbahn zu beobachten und die Bahndaten sehr exakt zu ermitteln. „Unsere bisherigen Experimente haben die hohen Erwartungen an die Präzision des laserbasierten Messverfahrens für diesen Anwendungsfall bestätigt“, fasst Institutsdirektor Thomas Dekorsy zusammen. „Diese Technologie könnte Grundlage sein, um in Europa eigenständig Kollisionswarnungen herauszugeben und ein Verzeichnis mit den Flugbahnen beobachteter Objekte zu erstellen.“

Denkbar wäre für die Stuttgarter Forscher auch eine Kombination ihres laserbasierten Ansatzes mit der bestehenden Radartechnologie: Dabei würde die Radarstation Objekte grob detektieren und ein laserbasiertes System, zum Beispiel in einem Container neben der stationären Radaranlage, diese dann genau vermessen.

Bis dahin gilt es noch die eine oder andere Herausforderung zu meistern: Für Zielobjekte kleiner als zehn Zentimeter sind stärkere Laser und größere Empfangsteleskope notwendig. Um Zielgenauigkeit und Strahlqualität zu optimieren, sind vor allem Kurzpulslaser Gegenstand der aktuellen Forschung.

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Denise Nüssle/ DLR-Magazin
Stand: 07.09.2018

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