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Ganz schön abgehärtet

Die Pflanzen im Wattenmeer

Anpassung ist (über-)lebenswichtig © Grünes Oval

Mit den extremen Standortbedingungen im Wattenmeer kommen nur wenige Pflanzen klar. Sie müssen zweimal am Tag die Überflutungen mit Salzwasser über sich ergehen lassen, große Temperatur- und Lichtschwankungen und den starken Wind überstehen.

Das können nicht viele Pflanzen. Im Watt selbst kommt deshalb nur das Seegras vor. Weiter landeinwärts – ab der Hochwasserlinie – sind Queller und Schlickgras zu finden. Je weiter man sich vom Meer entfernt, desto geschlossener werden die Pflanzenbestände.

Die Wattenmeer-Pflanzen sind sehr hart im nehmen. In hoher Konzentration wirkt Salz in Pflanzenzellen nämlich wie Gift. Andererseits wird das Salz aber auch gebraucht, um den für die Wasseraufnahme nötigen osmotischen Druck aufrecht zu erhalten. Schwierig hier das optimale Gleichgewicht zu finden…

Wie schaffen es die Wattenmeer-Pflanzen aber trotzdem mit dem Salz im Übermaß zu leben? Es gibt verschiedene Methoden. Der Queller kann wegen seiner elastischen Zellwände große Wassermengen aufnehmen und anschließend das Salz in den Zellen verdünnen. Die Strandaster lagert das Salz in ihren Blättern ein, bis sie absterben. Durch Ausscheidungen von Tausenden von Drüsen entledigt sich der Halligflieder des Salzes. Im Sommer sind diese Pflanzen deshalb häufig mit kleinen Salzkristallen überzogen.

Melden sammeln hingegen das Salz in nadelförmigen Blattzellen, die irgendwann abbrechen. Und manche Pflanzen beugen der Versalzung vor, indem sie sich vor zu starker Sonneneinstrahlung und Verdunstung schützen, entweder durch behaarte Blätter (Meerstrandbeifuß) oder durch eine Wachsschicht (Strandquecke).

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Stand: 09.09.2005

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Inhalt des Dossiers

Bedrohtes Paradies Wattenmeer
Wo der Meeresboden begehbar ist...

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