Ganz schön abgehärtet - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Die Pflanzen im Wattenmeer

Ganz schön abgehärtet

Anpassung ist (über-)lebenswichtig © Grünes Oval

Mit den extremen Standortbedingungen im Wattenmeer kommen nur wenige Pflanzen klar. Sie müssen zweimal am Tag die Überflutungen mit Salzwasser über sich ergehen lassen, große Temperatur- und Lichtschwankungen und den starken Wind überstehen.

Das können nicht viele Pflanzen. Im Watt selbst kommt deshalb nur das Seegras vor. Weiter landeinwärts – ab der Hochwasserlinie – sind Queller und Schlickgras zu finden. Je weiter man sich vom Meer entfernt, desto geschlossener werden die Pflanzenbestände.

Die Wattenmeer-Pflanzen sind sehr hart im nehmen. In hoher Konzentration wirkt Salz in Pflanzenzellen nämlich wie Gift. Andererseits wird das Salz aber auch gebraucht, um den für die Wasseraufnahme nötigen osmotischen Druck aufrecht zu erhalten. Schwierig hier das optimale Gleichgewicht zu finden…

Wie schaffen es die Wattenmeer-Pflanzen aber trotzdem mit dem Salz im Übermaß zu leben? Es gibt verschiedene Methoden. Der Queller kann wegen seiner elastischen Zellwände große Wassermengen aufnehmen und anschließend das Salz in den Zellen verdünnen. Die Strandaster lagert das Salz in ihren Blättern ein, bis sie absterben. Durch Ausscheidungen von Tausenden von Drüsen entledigt sich der Halligflieder des Salzes. Im Sommer sind diese Pflanzen deshalb häufig mit kleinen Salzkristallen überzogen.

Melden sammeln hingegen das Salz in nadelförmigen Blattzellen, die irgendwann abbrechen. Und manche Pflanzen beugen der Versalzung vor, indem sie sich vor zu starker Sonneneinstrahlung und Verdunstung schützen, entweder durch behaarte Blätter (Meerstrandbeifuß) oder durch eine Wachsschicht (Strandquecke).

Anzeige

  1. zurück
  2. |
  3. 1
  4. |
  5. 2
  6. |
  7. 3
  8. |
  9. 4
  10. |
  11. 5
  12. |
  13. 6
  14. |
  15. 7
  16. |
  17. 8
  18. |
  19. 9
  20. |
  21. 10
  22. |
  23. 11
  24. |
  25. 12
  26. |
  27. 13
  28. |
  29. 14
  30. |
  31. 15
  32. |
  33. weiter


Stand: 09.09.2005

Anzeige

In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Bedrohtes Paradies Wattenmeer
Wo der Meeresboden begehbar ist...

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Gebiet, in dem man waten kann
Das Wattenmeer stellt sich vor

Beständig ist nur der Wandel
Wieso gibt es eigentlich das Watt?

Watt ist nicht gleich Watt...
Geologische und geographische Einteilung

Von Salzwiesen und Dünen...
Die Lebensräume im Watt

Schützenwerte Naturlandschaft
Die Nationalparks im Wattenmeer

Hier ist mehr los als im Regenwald...
Nicht jeder kann hier leben

Rekordverdächtiges im Wattenmeer
Es kreucht und fleucht...

Von Knutt, Plattfisch, Heuler und dem kleinen Tümmler
Watt als Heimat für Tiere der Lüfte und des Wassers

Ganz schön abgehärtet
Die Pflanzen im Wattenmeer

Erdöl in der Nordsee
Nicht nur Tankerunglücke sind Schuld...

Von "schwarzen Flecken" und grünen Algen
Zu viel Nährstoffe sind auch nicht gut...

Der "blanke Hans" und seine Folgen
Der Sand wird immer weniger...

Jubiläum im Watt
Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer 20 Jahre alt

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

News zum Thema

keine News verknüpft

Dossiers zum Thema

Anzeige
Anzeige