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Das größte Lebewesen unserer Zeit

Sogar vom Mond aus ist es noch zu erkennen...

Wenn vom Great Barrier Reef die Rede ist, geraten die Menschen ins Schwärmen und ein Superlativ nach der anderen wird genannt. Da fallen dann Begriffe wie das achte Weltwunder, das größte von lebenden Organismen je geschaffene Bauwerk, das weitläufigste Korallensystem der Welt, das größte Lebewesen, das schönste Naturwunder der Erde und – nach dem tropischen Regenwald – die weltweit artenreichste Region.

Doch was macht das Great Barrier Reef so besonders und einzigartig?

Great Barrier Reef © NASA/JSC

Mit dem Great Barrier Reef verbindet man natürlich als erstes glasklares Wasser – mit Sichttiefen bis zu 60 Metern – farbenprächtige Korallen und eine Vielzahl an exotischen, bunten Fischen. Aber eigentlich sind seine enormen Ausmaße das Beeindruckendste. Mit einer Größe von rund 350.000 Quadratkilometern ist das Riff fast so groß wie Deutschland (356.978 Quadratkilometer). Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Great Barrier Reef sogar vom Mond aus noch zu bestaunen sein soll…

Das Great Barrier Reef ist allerdings kein zusammenhängendes Korallenriff und somit auch keine unüberwindbare Barriere, wie es Anfang des 19. Jahrhunderts seinem Namensgeber Matthew Flinders vorkam. Das Riff besteht vielmehr aus fast 3.000 Einzelriffen, die genauso wie die über 700 Inseln im gesamten Korallenmeer verstreut sind. Der überwiegende Teil des „Greatest living Thing of the World“ reicht bis in 300 Meter Tiefe.

Die unzähligen Inselchen liegen im so genannten Barrier Reef Channel, der 50 bis 100 Meter tiefen Lagune zwischen Festland und Riffsaum. Zu den Inseln gehören die Cays, die Koralleninseln. Sie bestehen aus gebrochenen Riff- und Korallenteilen, die von angeschwemmten Sand bedeckt wurden. Diese echten Koralleninseln haben lediglich einen Durchmesser von wenigen hundert Metern und ragen meistens nicht höher als einen Meter über den Meeresspiegel.

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Außerdem findet man im Korallenmeer jedoch auch noch bergige Festlandinseln. Diese Inseln befinden sich meistens in Küstennähe, ragen steil aus dem Meer empor und sind von Saumriffen mit Korallengärten umgeben. Sie sind Überreste eines versunkenen Küstengebirges und bestehen daher aus festem Gestein. Obwohl sie nach der letzten Eiszeit durch Anstieg des Meeresspiegels und Absenkung des Festlandes vom diesem getrennt wurden, sind sie noch Teil des Kontinents. Während hier die Vegetation mit tropischen Regenwäldern sehr üppig ausfällt, sind die flachen Koralleninseln nahezu vegetationslos.

Die äußersten Bereiche des Great Barrier Reef – der Riffsaum – werden Outer Reef genannt. Hier bricht das Riff zum Pazifik hin bis in etwa 2.000 Meter Tiefe steil ab. Die Entfernungen zwischen dem steilen Outer Reef und der Küste mit seinen flachen Saumriffen variieren. So trennen im nördlicheren Teil bei Cairns den äußeren Riffsaum und die Küste von Queensland nur 30 Kilometer, weiter südlich – in Mackay – sind es dagegen rund 370 Kilometer.

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Stand: 26.10.2001

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Great Barrier Reef
Bedrohte Wunderwelt des Meeres

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Tückische Gefahr im kristallklaren Wasser
Wo liegt das Riff und wie kam es zu seinem Namen?

Das größte Lebewesen unserer Zeit
Sogar vom Mond aus ist es noch zu erkennen...

Die Riff-Baumeister
Korallenpolypen, Kalkskelette und Korallenstöcke

Leben auf einem toten Kern
Stadien des Riffwachstums

Ganz schön anspruchsvoll...
Die Lebensbedingungen der Korallen

Was für Rifftypen gibt es?
Schon Darwin kannte sie

Wer hier alles so lebt...
Von bizarren Korallen und bunten Fischen

Gefahren lauern überall
Vorsicht vor Haien, Krokodilen und box jelly-fish

Ein Klimaphänomen lässt Korallen erblassen
El Nino und seine Folgen

Von Eingriffen des Menschen...
...und wie man Riffe wiederherstellen kann

Haben Korallen heilende Kräfte?
Schutz vor bösen Geistern und Wundermittel gegen fast alles

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