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Sonntag, 23.07.2017
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Statistiken in Nature und BMJ fehlerhaft

38 Prozent der untersuchten Publikationen betroffen

Spanische Forscher haben entdeckt, dass einige der in den Wissenschaftsmagazinen Nature und British Medical Journal (BMJ) veröffentlichten Zahlen nicht korrekt sind. Es handelt sich dabei vor allem um statistische Fehler.
Forscher der Universität Girona haben 32 wissenschaftliche Veröffentlichungen aus Nature und zwölf des BMJ des Jahres 2001 untersucht. Es zeigte sich, dass mindestens ein Fehler in 38 Prozent der Arbeiten in Nature und in 25 Prozent der BMJ-Arbeiten vorhanden war. Emili García Berthou, der die Untersuchung durchgeführt hat, schätzt, dass vier Prozent der als signifikant eingestuften Ergebnisse in Wahrheit gar nicht signifikant sind.

"Wir befürchten, dass derartige Fehler häufig in wissenschaftlichen Publikationen auftauchen, wir wollen dazu aufrufen, vorsichtiger mit Daten umzugehen", sagte García Berthou. Auch wurde festgestellt, dass die Zahlen vier und neun sehr selten vorkommen, was wiederum bedeutet, dass viele Fehler durch falsches Auf- oder Abrunden zu Stande kommen. Andere Fehler sind vermutlich Tippfehler. Die Forscher führen die fehlerhaften Publikationen auf den enormen Druck zurück, unter dem Wissenschaftler stehen. García Berthou sieht vorzeitige Veröffentlichungen online als eine Möglichkeit, Fehlern auf die Schliche zu kommen, noch bevor Ergebnisse in der Druckversion zu lesen sind.
(Pressetext Europe, 01.06.2004 - DLO)
 
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