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Donnerstag, 24.05.2012
Alzheimer: Proteingifte zerstören Nervenzellen
Durchbruch bei der Entwicklung neuer Behandlungsansätze
Ein internationales Wissenschaftlerteam hat entdeckt, dass giftige Proteinablagerungen Nervenzellen in den Gehirnen von Alzheimerpatienten zerstören. Das Team um Wendy Lustbader hofft, dass dieser Durchbruch zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze führen wird.

Gehirn
Gehirn
© Forschungszentrum Jülich
Alzheimer wird mit der Bildung von Amyloid Plaques in Verbindung gebracht. Die neue Studie hat nachgewiesen, dass diese Plaques-Schäden durch die Interaktion mit einem Enzym verursacht werden, das in der Energieversorgung der Zellen gebildet wird. Werden diese Ergebnisse bestätigt, könnte dieses Enzym einen Ansatzpunkt für weitere Forschungen liefern.

Die Interaktion beschädigt nach Angaben der Wissenschaftler die Mitochondrien und führt dazu, dass toxische Substanzen in die restliche Zelle sickern. Es wird angenommen, dass das so verursachte Absterben von Zellen für die Beeinträchtigung des Gedächtnisses und andere Alzheimersymptome verantwortlich ist.

Die aktuellen Forschungsergebnisse basieren auf der Analyse des Gehirngewebes von Patienten und gentechnisch veränderten Mäusen. Die Forscher hoffen, dass in Zukunft eine Blockierung oder Reduzierung der Interaktion zwischen den Amyloid-Plaquen und dem Enzym erreicht werden kann.

Die Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science.
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