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Donnerstag, 23.03.2017
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Resistente HI-Viren auf dem Vormarsch?

Neue Studie untersucht Medikamentenresistenzen

Die Behandlung der HIV-Infektion zeigt heute bereits deutliche Erfolge. Allerdings entstehen bei einem Teil der behandelten Patienten im Verlauf der Therapie Viren, die unempfindlich gegen die verabreichte Medikation geworden sind. Diese mutierten Erreger können zum Beispiel bei ungeschütztem Sexualkontakt, übertragen werden. Ein neues Projekt soll jetzt diese Medikamentenresistenzen genauer erforschen.
HI-Virus an Zelle

HI-Virus an Zelle

Drei Millionen Euro investiert das Bundesministerium für Gesundheit in den nächsten drei Jahren in das Projekt „RESINA“. Ziele sind dabei unter anderem, die Ergebnisse der Forschung unmittelbar betroffenen Patienten zugute kommen zu lassen und die Mechanismen der Resistenzentstehung zu erforschen. Therapieempfehlungen könnten so angepasst und Ansatzpunkte zur Entwicklung neuer Medikamente gewonnen werden.

"Die Verbreitung solcher Viren steigt leider an“, erklärt Dr. Mark Oette, Projektleiter. „In Düsseldorf testen wir unbehandelte Patienten auf vorhandene Resistenzen und analysieren die gewonnenen Daten." Professor Dieter Häussinger, Direktor der Klinik, fordert: "HIV-Infizierte sollten bereits in der Primärtherapie entsprechend untersucht werden, um eine mit Sicherheit wirksame Therapie zu bekommen."

Die Düsseldorfer Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie unter der Leitung von Professor Dieter Häussinger ist eine von vier Institutionen, die an dem bundesweiten Projekt beteiligt sind. Die Düsseldorfer koordinieren innerhalb der RESINA-Studie 37 Schwerpunkteinrichtungen für HIV in Nordrhein-Westfalen, mehr als 1.000 Patienten wurden bereits in die Studie eingeschlossen. Weitere Partner in dem Verbund sind das Robert-Koch-Institut in Berlin, das Paul-Ehrlich-Institut in Langen sowie das Universitätsklinikum Köln.
(Universität Düsseldorf, 12.01.2007 - NPO)
 
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