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Donnerstag, 19.10.2017
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caesar fit für die Zukunft

Die Max-Planck-Gesellschaft übernimmt wissenschaftliche Verantwortung

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) übernimmt ab jetzt die wissenschaftliche Verantwortung für das Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research). Durch eine Änderung der Satzung hat der Stiftungsrat auf seiner letzten Sitzung die wissenschaftliche und institutionelle Neuausrichtung von caesar nach den international anerkannten Prinzipien der MPG ermöglicht.
"Heute hat der Stiftungsrat die Weichen für die künftige Entwicklung von caesar gestellt. Er hat der Max-Planck-Gesellschaft das Vertrauen ausgesprochen, damit wir das Ziel der Stifter umsetzen können: caesar durch neue wissenschaftliche Schwerpunkte und institutionelle Reformen nach den in der Max-Planck-Gesellschaft bewährten Grundsätzen zukunftsfest zu machen", erläuterte Professor Peter Gruss, der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, im Anschluss an die Sitzung.

Neues Konzept für caesar


Für die Phase der Umstrukturierung werden Professor Herbert Waldmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie in Dortmund, und Professor Erwin Neher, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, die kommissarische wissenschaftliche Leitung des Forschungszentrums übernehmen.

Bei der Sitzung des Stiftungsrates wurde weiterhin beschlossen, einen Beirat einzurichten, der die zukünftige Entwicklung des Forschungsinstituts bewertet und aktiv begleitet. Die Rechte der beiden Stifter Bund und Land Nordrhein-Westfalen bleiben umfassend gewahrt.


Mit der verabschiedeten Satzung und den Personalentscheidungen ist der Startschuss gegeben für die Umsetzung des bereits im Juni 2006 vom Stiftungsrat beschlossenen Konzepts einer zukunftsfähigen Neupositionierung von caesar:

Leuchtturm der Neurowissenschaften


Das Forschungszentrum caesar konzentriert sich künftig auf die Neurowissenschaften und verknüpft diese mit der ingenieurwissenschaftlichen Forschung, insbesondere in der Neurosensorik und -prothetik. Die weitere Konkretisierung des Forschungsprofils erfolgt durch eine von der Max-Planck-Gesellschaft mit international renommierten Wissenschaftlern eingerichtete Arbeitsgruppe.

"Ich bin überzeugt, dass sich caesar zu einem international sichtbaren Leuchtturm in den Neurowissenschaften entwickeln wird, wovon die Stadt Bonn und die gesamte Region profitieren werden", erklärte Gruss.

Um die Überführung von Forschungsergebnissen von caesar und weiteren Forschungseinrichtungen in neue Unternehmen zu vereinfachen und zu beschleunigen, wird eine Plattform für Ausgründungen initiiert. Diese wird gemeinsam vorbereitet von der Max-Planck-Innovation als Technologie-Gesellschaft der MPG sowie dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.
(idw - Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)/MPG, 21.11.2006 - DLO)
 
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