• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Mittwoch, 18.01.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Nobelpreisträger treffen Nachwuchsforscher

Tagung der Nobelpreisträger dient Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch

23 Nobelpreisträger auf einem Haufen – und dies nicht etwa bei der Nobelpreisverleihung, sondern in Lindau am Bodensee. Hier wurde am Sonntaqg, 25.06.2006 die traditionelle Tagung der Nobelpreisträger eröffnet. Noch bis 30.06. geben sie hier ihre Erfahrungen und ihr Wissen an 530 junge Wissenschaftler aus 53 Ländern weiter.
Nobelpreisträger im Gespräch mit Nachwuchsforscherinnen

Nobelpreisträger im Gespräch mit Nachwuchsforscherinnen

In Anwesenheit von europäischen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ist die traditionelle Tagung der Nobelpreisträger in Lindau von Gräfin Sonja Bernadotte feierlich eröffnet worden. Das weltweit einmalige Treffen dient dem Wissenstransfer zwischen den besten Forschern der Gegenwart und ausgewählten jungen Wissenschaftlern aus aller Welt. Es findet in diesem Jahr zum 56. Mal statt. 23 Nobelpreisträger aus den Fachgebieten Chemie, Physik und Medizin nehmen daran teil. Aus über 11.000 Bewerbungen haben sich 530 junge Wissenschaftler aus 53 Ländern für die Teilnahme qualifiziert. Im Mittelpunkt des Programms stehen wissenschaftliche Vorträge, Workshops im kleinen Kreis und zahlreiche Möglichkeiten zu persönlichen Gesprächen zwischen den jungen Forschern und den Nobelpreisträgern.

hemie im Mittelpunkt


Die 56. Tagung der Nobelpreisträger in Lindau, die am 30. Juni endet, steht ganz im Zeichen der Chemie. Zum ersten Mal werden bei einem fachspezifischen Treffen auch Laureaten aus anderen Disziplinen Vorträge halten, etwa der Deutsche Prof. Theodor Hänsch, der erst vor wenigen Monaten in Stockholm den Physik-Nobelpreis erhielt. Insgesamt nehmen drei aktuelle Nobelpreisträger an dem Treffen teil: Neben Hänsch die beiden Amerikaner Prof. Richard Schrock (Physik) und Prof. John Hall (Chemie).

Der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar Janez Potocnik unterstrich bei der Eröffnung in Lindau die Bedeutung von Forschung auf höchstem Niveau für die Wettbewerbsfähigkeit Europas: „Wir wollen und brauchen ein attraktives Europa mit aufregenden Forschungsmöglichkeiten in wissenschaftlichen Zukunftsfeldern", sagte er vor den versammelten Nobelpreisträgern und den jungen Wissenschaftlern. „Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen benötigen wir Menschen, eine Politik, die richtige Rahmenbedingungen setzt - und eine Gesellschaft, die sich der Chancen der Forschung bewusst ist und sie unterstützt."


Frauen stärker einbinden


Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan bezeichnete das Lindauer Treffen als „herausragende Visitenkarte des Forschungs- und Bildungsstandorts Deutschland mit großer Ausstrahlung in die ganze Welt". Sie kritisierte zugleich Hochschulen und Forschungsinstitutionen, da es ihnen nicht gelinge, Frauen adäquat in die Forschung einzubinden. Frauen stellten die Hälfte aller Studienanfänger, fast 40 Prozent bei den Promotionen, aber nur mehr 14 Prozent bei den Professuren.

Wenn Deutschland die Ziele der Europäischen Union erfüllen wolle, fehlten in wenigen Jahren 90.000 Naturwissenschaftler und Ingenieure: „Das Potenzial an technikorientierten Frauen ist dabei ein besonders wichtiges und zahlenmäßig bedeutsames", betonte Forschungsministerin Schavan. „Untersuchungen gehen davon aus, dass jedes Jahr bis zu 10.000 Frauen zusätzlich für diese Berufsfelder gewonnen werden könnten - auch wirtschaftlich eine Größenordnung, für die es sich lohnt, große Anstrengungen zu unternehmen."

Die 530 jungen Teilnehmer wurden in einem mehrstufigen Selektionsverfahren nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien ausgewählt. Etwa ein Viertel kommt aus Deutschland, eben so viele aus dem restlichen Europa, rund die Hälfte von den übrigen vier Kontinenten. 213 von ihnen sind junge Forscherinnen.

14 Vorträge der Nobelpreisträger werden per Videostream auch im Internet übertragen Das Programm beginnt ab Montag, 26. Juni 2006 um 14.00 Uhr MESZ unter der Webadresse www.lindau-nobel.de.
(Council for the Lindau Nobel Laureate Meetings, 26.06.2006 - NPO)
 
Printer IconShare Icon