• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Freitag, 15.12.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Neuer Pockenimpfstoff entwickelt

Bessere Verträglichkeit erwartet

Ein neuer Pockenimpfstoff hat bei Versuchen mit Affen und Mäusen viel versprechende Ergebnisse erzielt. Es wird erwartet, dass dieser Impfstoff eine Alternative für jene Menschen wird, für die bestehende Varianten nicht in Frage kommen. Forscher wiesen nach, dass der neue Impfstoff Affen vor Affenpocken schützt. Die Studie legt nahe, dass das Serum eine höhere Verträglichkeit beim Menschen aufweisen könnte. Damit wäre auch die Impfung für Menschen mit geschwächtem Immunsystem möglich.
Pockenviren

Pockenviren

Wissenschaftler des National Institute of Allergy and Infectious Diseases behandelten Affen mit dem Impfstoff modifizierter Vaccinavirus Ankara (MVA). Es zeigte sich, dass die MVA-Injektion alleine für den Schutz vor Affenpocken ausreichend war. Ein verbesserter Schutz konnte durch die Kombination von MVA und dem bereits bekannten Impfstoff Dryvax erzielt werden. Dieses Ergebnis legt nahe, dass MVA als eine Art Vorimpfstoff eingesetzt werden könnte, der beim Entstehen einer konkreten Bedrohung durch Dryvax ergänzt wird. Zusätzlich gehen die Wissenschaftler davon aus, dass MVA eine Alternative für Patienten mit geschwächten Immunsystemen darstellt. Dazu gehören Diabetiker, Transplantationspatienten, ältere Menschen, kleine Kinder und Menschen, die HIV positiv sind.

Für die Verifizierung dieser Annahmen wurde eine zweite Studie mit abwehrgeschwächten Mäusen durchgeführt. Es zeigte sich, dass Tiere, die Dryvax erhielten, unter schweren Nebenwirkungen wie extremem Gewichtsverlust und schmerzhaften Hautwunden litten. Einige der Tiere starben. Die mit MVA behandelten Tiere blieben auch bei der tausendfachen Dosis gesund. Der leitende Wissenschaftler Bernard Moss erklärte gegenüber BBC News Online, dass das sehr wirksame Dryvax vor allem bei Immunschwäche ernste und lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursache.
(Pressetext Europe, 12.03.2004 - AHE)
 
Printer IconShare Icon