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Dienstag, 30.05.2017
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2003: Erdbeben und Dürre größte Katatrophen

Rückversicherung zieht Schadensbilanz des Katastrophenjahrs

Das Katastrophenjahr 2003 forderte weltweit etwa 60.000 Menschenleben und verursachte Versicherungsschäden in Höhe von 18,5 Milliarden Dollar. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch von der Rückversicherung Swiss-Re veröffentlichten Studie. Mehr als zwei Drittel der Natur- und Man-made-Katastrophen waren Opfer von Erdbeben. Die gesamtökonomischen Schäden schätzen die Experten auf 70 Milliarden Dollar.
Ausgetrocknetes Flussbett

Ausgetrocknetes Flussbett

Insgesamt wurden weltweit 380 Katastrophen registriert, im Vergleich zu den Vorjahren stieg die Opferzahl deutlich. Die folgenschwerste Katastrophe war das Erdbeben in der iranischen Stadt Bam im Dezember. 41.000 Menschen waren bei dieser weltweit drittgrößten Erdbebenkatastrophe seit 1970 ums Leben gekommen. Mit rund 14 Milliarden Dollar verursachte die Dürre in Zentral-, Süd- und Osteuropa den größten volkswirtschaftlichen Schaden.

Vom Menschen verursachte Katastrophen verursachten im Jahr 2003 Schäden von zwölf Milliarden Dollar, wobei mehr als die Hälfte dieser Schäden auf das Konto des dreitägigen Stromausfalls in den USA im August ging. Besonders teuer kamen den Versicherungen jedoch Schäden aus Wetterkatastrophen. Stürme im Nordosten der USA, mehr als 400 Tornados im Mittleren Westen der USA, ein Hurrikan an der Ostküste der USA und Kanadas, Waldbrände in Kalifornien und schließlich Sturzfluten in Südfrankreich waren Schadensfälle, deren Sachversicherungsschäden jeweils mehr als eine Milliarde Dollar betrugen. Die Schäden aus Naturkatastrophen lagen damit deutlich über jenen, die von Menschenhand verursacht wurden.

Naturkatastrophen haben seit Ende der Achtzigerjahre jährlich Milliardenschäden verursacht. Es gebe deutliche Anzeichen dafür, dass die Zunahme der Milliardenschäden anhält. Laut der Studie mehren sich die Hinweise darauf, dass der Trend zu Extremwetter-Ereignissen anhält und folglich mit einem Anstieg der versicherten Katastrophenschäden zu rechnen ist.
(Pressetext Europe, 04.03.2004 - NPO)
 
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