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Donnerstag, 23.03.2017
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USA: Biomasse statt Erdöl?

Bush will Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern

Auch wenn es mit dem Klimaschutz noch immer hapert: Die US-Regierung setzt jetzt auf Biomasse als Rohstoff der Zukunft. 20 Prozent der Kraftstoffe und 25 Prozent der Chemikalien sollen bis 2030 in den USA auf Basis von Biomasse produziert werden. Diese neue Ausrichtung der US- Energiepolitik verkündete Energieminister Samuel W. Bodman kürzlich auf dem ersten "International Biorefinery Workshop" in Washington.
Stroh als Biomasse-Ressource

Stroh als Biomasse-Ressource

Ziel der US-Regierung ist es, die Abhängigkeit der US-Wirtschaft von fossilen Rohstoffen und die Emission von Klimagasen zu verringern. Präsident George Bush und der US-Kongress sind dabei, über das Energiesicherungsgesetz die Biomassewirtschaft als Stützpfeiler der US-Ökonomie zu verankern. Die USA will die Entwicklung von Bioenergie, Biokraftstoffen und biobasierten Produkten mit jährlich rund 360 Millionen US-Dollar fördern.

Europa dagegen muss seinen Weg bei der Biomassewirtschaft erst noch finden:
Die EU hat die Forschung zur Nutzung von Biomasse in sechs Jahren nur mit insgesamt 75 Millionen Euro unterstützt. Das 7. EU-Rahmenprogramm soll diese Differenz nun verringern.

Gleichzeitig wollen die USA und die EU ihre Zusammenarbeit auf dem Biomassesektor intensivieren. Zu den Zielen gehört die Verbesserung der Prozess-Effizienz. Prozesse, die Biomasse verarbeiten, nutzen heute etwa 59 Prozent des Rohstoffs aus, angestrebt sind die bei Prozessen mit Erdöl erreichbaren 80 Prozent. Ein anderer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Lignocellulose-Feedstock-Bioraffinerien, die aus den Gerüstsubstanzen von Pflanzen und Pflanzenresten Rohstoffe für Kraftstoffe, Chemikalien und Polymermaterialien gewinnen sollen. Zudem wollen beide Wirtschaftsräume die steuerliche und ökonomische Biomasse-Förderung koordinieren.
(Gesellschaft Deutscher Chemiker, 27.10.2005 - NPO)
 
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