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Mittwoch, 18.01.2017
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Alpen: Mit Satelliten gegen Naturkatastrophen

Risikowarnung für Erdrutsche, Lawinen und Überschwemmungen wird verbessert

Erdrutsche, Lawinen, Schlammlawinen, Überschwemmungen - immer wieder werden die Menschen in den Alpen durch Naturkatastrophen bedroht. Dies könnte sich jedoch schon bald ändern. Im Rahmen des neuen Forschungsprojektes „ASSIST“ soll jetzt die Risikowarnung vor Naturgefahren mithilfe von Satellitendaten aus der Erdbeobachtung verbessert werden.
Lawine

Lawine

Ziel ist es aber auch, die Krisensituationen bei solchen Extremereignissen leichter zu meistern. Die Ergebnisse des Alpen-Projekts sind nach Ansicht der EU-Kommission leicht auf andere Gebirgsregionen übertragbar.

Gebirgsmassive oder –ketten machen 30 Prozent des EU-Territoriums aus. Gebirge nehmen über die Hälfte des Staatsgebiets Italiens, Spaniens, Griechenlands, Österreichs, der Schweiz und Portugals ein. Daher ist es das Ziel von ASSIST, die Umsetzung voroperationeller Dienste und die Einrichtung von weiterentwickelten integrierten Sicherheits- und Informationsdiensten für die Alpen.

Die integrierte Nutzung von Daten aus der Erdbeobachtung mit Hilfe von Satelliten, kann dabei mehrere wichtige Vorteile bringen. Auf technischer Ebene nutzt das Projekt so genannte “Dienstleistungszentren”, die autonom betrieben werden. Dazu zählen zum Beispiel Polizei, Krankenhäuser, Luftrettung und Feuerwehr. Die Zentren werden so ausgestattet, dass sie zum einen die Überwachung und Vorhersage von Risikominderungsszenarien auf täglicher Basis unterstützen. Zum anderen können sie dem Betrieb während akuter Krisensituationen Unterstützung leisten.


Grenzüberschreitende Zusammenarbeit


“Mit dem Abschluss der jüngsten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Raumforschungsprojekte hat die Kommission einen wichtigen Schritt zur Förderung des Dialogs zwischen den Betroffenen sowohl auf der Anbieterseite als auch auf der Benutzerseite von Informationen im Bereich Umwelt und Sicherheit gemacht. Das Leben der Bürgerinnen und Bürger wird damit sicherer. Gleichzeitig unterstützen wir die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie durch die Entwicklung eines starken und innovativen Industriekerns sowohl für Informationsdienste als auch für die raumgestützte und terrestrische Infrastruktur”, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen.

Sieben Partner aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz arbeiten an der Entwicklung eines Produktangebots für Sicherheits- und Risikoinformationen zur direkten Nutzung in den teilnehmenden alpinen Sicherheitsinformationszentren zusammen.
(EU, 21.06.2005 - DLO)
 
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