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Donnerstag, 09.02.2012
Alzheimer durch Quecksilber?
Zusätzlicher Risikofaktor für Demenzerkrankung entdeckt
Quecksilber kann schwere Vergiftungen auslösen. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass das Schwermetall auch bei der Alzheimer-Erkrankung eine entscheidende Rolle spielen könnte. Heidelberger Wissenschaftler fanden heraus, dass bestimmte Menschen anfälliger auf Quecksilber reagieren, weil ihr körpereigener Entgiftungsmechanismus nicht ausreichend arbeitet.

Die Freiburger Ärzte am Uni-Zentrum Naturheilkunde Freiburg können nun anhand einer Blutmessung einen der möglichen Risikofaktoren bestimmen. „Das bedeutet, dass besondere Risikogruppen Quecksilber, beispielsweise aus Amalgamfüllungen meiden sollten", so Dr. Johannes Naumann, Leiter des Uni-Zentrums Naturheilkunde Freiburg. In einer weiteren systematischen Arbeit werden nun über 1000 wissenschaftliche Veröffentlichungen zu diesem Thema genauer überprüft. Weitere Forschungen, welche den Einfluss von Quecksilber auch auf andere Erkrankungen untersuchen, sind geplant.

Von der Alzheimer-Erkrankung sind heute fast 50 Prozent der über 85-jährigen Personen in Industrieländern betroffen, bis 2050 wird insgesamt mit einer Vervierfachung gerechnet, was zu weiteren erheblichen Belastungen im Gesundheitssystem führen wird. Frühere Arbeiten hatten ergeben, dass nicht das Alter die Ursache der Erkrankung ist, sondern nur eine der Bedingungen.

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