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Donnerstag, 08.12.2016
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Wärmster Juni seit Beginn der Messungen

Globale Temperaturen erreichen erneut Wärmerekord

So warm wie nie: Auch wenn der Juni bei uns nicht sehr sommerlich ausfiel, weltweit gesehen erreichten die Temperaturen Rekordwerte: So warm war es in diesem Monat noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen um 1880. Gleichzeitig ist es schon der 38. Juni in Folge, der über dem langjährigen Durchschnitt liegt, wie US-Forscher berichten. Zu den wenigen Ausnahmen gehörten neben Mitteleuropa auch kleine Teile Nordamerikas.
Temperatur-Anomalien im Juni 2014

Temperatur-Anomalien im Juni 2014

Die globalen Durchschnittstemperaturen erreichten in diesem Juni 16,22 Grad Celsius. Das klingt nicht viel, liegt aber um 0,72°C über den Mittelwert des 20. Jahrhunderts für diesen Monat. Ein Zufall ist dies allerdings eher nicht: Neun der zehn wärmsten Junis lagen im 21. Jahrhundert, wie die Forscher des NOAA National Climate Center berichten. Insgesamt war die erste Hälfte dieses Jahres die drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Wärmerekord in Grönland, Regen in Mitteleuropa


31 Länder auf allen Kontinenten meldeten in diesem Juni mindestens einen Rekordwert. Wärmer als normal war es in diesem Juni vor allem in Grönland, dem Norden Südamerikas, Ostafrika und im Süden Asiens. So erlebte die Stadt Kangerlussuaq im Südwesten Grönland einen Juni-Wärmerekord von 23.2 Grad, Neuseeland – wo es gerade Winter ist - erlebte den wärmsten Juni seit Beginn der nationalen Messungen.

Aus der Reihe tanzten nur kleine Gebiete in Nordamerika, dem Osten Russlands und Mitteleuropa: Nur dort lagen die Temperaturen unter dem Durchschnitt und es war für diese Zeit zu kühl. Gleichzeitig bestätigen die Messungen, dass es bei uns im Juni deutlich zu nass war: Es fiel mehr Regen als normal für diese Jahreszeit, wie die US-Forscher bestätigen. Zu wenig Niederschlag gab es dagegen in den Monsungebieten Indiens und in Australien: Hier war es trockener als normal.


Wärmestau auch in den Meeren


Die Meerestemperaturen lagen im Juni 2014 ebenfalls über dem langjährigen Durchschnitt, wie die Forscher berichten. Mit 0,64°C über den Mittel übertrafen die Messwerte selbst die bisherigen Rekorde der Jahre 2003 und 2009. Besonders warm war das Oberflächenwasser in weiten Teilen des äquatorialen und des nordöstlichen Pazifik und im Indischen Ozean.

Im Pazifik könnte sich dies noch weiter verstärken. Denn die Klimaforscher prognostizieren, dass sich bis zum Herbst ein EL Nino entwickelt. Dieser heizt das Oberflächenwasser des äquatorialen Pazifik weiter an und kann zu Wetteranomalien in Südamerika und Asien, aber auch auf anderen Kontinenten führen. (NOAA NCDC Global Analysis - June 2014)
(NOAA National Climate Center, 23.07.2014 - NPO)
 
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