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Montag, 22.05.2017
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Katastrophe löste „schlimmstes“ Massen-Aussterben aller Zeiten aus

Ammoniten erklären Artenschwund vor 250 Millionen Jahren

Eine verheerende Naturkatastrophe ist verantwortlich für das schlimmste Massen-Aussterben in der Erdgeschichte vor etwa 250 Millionen Jahren. Dies zeigen neue Analysen von Ammoniten, einer ausgestorbenen Gruppe von Schalen-tragenden Weichtieren, die mit den heutigen Tintenfischen verwandt sind. Sie lebten vom Unter-Devon bis zum Ende der Kreidezeit und damit vor etwa 400 bis 65 Millionen Jahren.
Ammonit

Ammonit

Ein französisch-deutsches Wissenschaftler-Team vom Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin studierte die Schalen-Morphologie von annähernd 2.000 Arten, welche im Karbon, im Perm und in der unteren Trias lebten.

Dabei interessierten sie sich besonders für die Änderungen der Schalen während dieser Epoche von 305 bis 245 Millionen Jahren vor heute. Die Wissenschaftler analysierten das Aussehen und die Funktion der Schalenformen, die Informationen über die Form des nicht erhaltenen Weichkörpers, des Schwimmgleichgewichtes der Tiere sowie der Schwimmgeschwindigkeit liefern.

Die Unterschiede der Ammoniten-Gehäuse deuten auf Unterschiede in der Lebensweise dieser ausgestorbenen Tiere hin. Die Forscher vermuten, dass das Verschwinden bestimmter Formen an der Perm/Trias-Grenze nicht-selektiv gewesen ist, so als wenn lediglich einige Arten zufällig überlebten, unabhängig von ihrer Anpassung an bestimmte Lebensräume. Die Wissenschaftler schließen aus diesem „nicht-selektive Aussterbemuster“, dass ein katastrophales Ereignis stattgefunden haben muss.


Im Gegensatz dazu ist ein anderes Massen-Aussterben am Ende des mittleren Perms, - etwa 260,5 Millionen Jahre vor heute – auf graduelle Änderungen in der Biospäre und nicht durch eine Katastrophe ausgelöst worden. Die Forscher fanden ein bevorzugtes Aussterben bestimmter Schalenformen und damit bestimmter Lebensweisen.

Die Forscher Loic Villier und Dieter Korn stellen ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Science" vor.
(idw - Humboldt-Universität zu Berlin, 12.10.2004 - DLO)
 
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