|
|
Scinexx mobil |
|
|
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
|
|
|
|
|
|
|
|
Scinexx auf Facebook |
|
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Lernwelten |
|
 |
Erleben, Lernen, Wissen Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...
|
|
|
|
|
|
|
|
| Grönlands Gletscher schmelzen langsamer als gedacht |
| Meeresspiegelanstieg bis 2100 könnte nur 80 Zentimeter statt zwei Meter erreichen |
|
|
Die Gletscher Grönlands schmelzen langsamer und uneinheitlicher als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie US-amerikanischer Forscher, die das Fließverhalten der rund 200 Eisströme über zehn Jahre hinweg ausgewertet haben. Statt ihre Fließgeschwindigkeit zu verdoppeln, wie vorhergesagt, beschleunigten die Küstengletscher ihren Fluss seit dem Jahr 2000 nur um durchschnittlich 30 Prozent. Die großen auf Land oder in Fjorden endenden Gletscher im Südwesten hätten sich dagegen kaum verändert oder seien sogar langsamer geworden, berichten die Forscher im Fachmagazin "Science". Der Meeresspiegelanstieg durch die grönländische Eisschmelze könnte daher deutlich geringer ausfallen als von Klimaforschern vorhergesagt. Nach den bisherigen Worst-Case-Szenarios soll der Pegel der Ozeane bis Ende dieses Jahrhunderts bis zu zwei Meter ansteigen. |
|
|
|
 | | Kleiner Küstengletscher im Westen Grönlands © Science/AAAS, Photograph by Ian Joughin  | Das Abtauen der grönländischen Gletscher ist einer der entscheidenden Faktoren für den zukünftigen Meeresspiegelanstieg. Beschleunigen die gigantischen Eisströme ihr Fließtempo, weil sie zu schmelzen beginnen, gelangen mehr Eisberge und mehr Schmelzwasser ins Meer. Dadurch erhöht sich der Meeresspiegel. Um wie viel, sei aber noch immer unklar, sagen Twila Moon von der University of Washington in Seattle und ihre Kollegen. Denn die Reaktion der Grönland-Gletscher auf den Klimawandel sei bisher nur in Teilen genau genug erfasst. Die Szenarien reichen deshalb von 80 Zentimetern bis zu zwei Metern Anstieg der Meere für das Ende dieses Jahrhunderts.
|  | Ausläufer des Jakobshavn Gletschers an der Westküste Grönlands © © Science/AAAS, Photograph by Ian Joughin  | Mithilfe der Daten der Radarsatelliten TerraSar-X, Radarsat-1 und dem japanischen Advanced Land Observation Satellite haben die Wissenschaftler nun erstmals umfassende Karten der Fließgeschwindigkeit für fast alle rund 200 Gletscher Grönlands zusammengestellt. "Unsere Ergebnisse enthüllen komplexe räumliche und zeitliche Unterschiede zwischen verschiedenen Gletschertypen", schreiben die Forscher.
Mit zwei Kilometern pro Jahr Richtung Meer
 | | Abgekalbter Eisberg vor der Küste Grönlands © Science/AAAS, Photograph by Ian Joughin  | Viele Küstengletscher im Nordwesten und Südosten Grönlands fließen mit eineinhalb bis zwei Kilometer pro Jahr Richtung Meer. Das Tempo dieser Eisströme habe sich zwischen 2000 und 2010 um rund 28 und 32 Prozent erhöht. "Aber diese Beschleunigung wird durch andere Gletscher ausglichen, die sich im gleichen Zeitraum nicht veränderten oder sogar verlangsamten", sagen Moon und ihre Kollegen. Dazu gehörten vor allem die großen Eisströme im Südwesten und die im Schelfeis mündenden Gletscher.
Hält dieser Trend an, würde Grönlands Eis bis zum Ende dieses Jahrhunderts nur rund 80 Zentimeter zum Meeresspiegelanstieg beitragen - dies entspricht den niedrigsten Schätzungen der Klimaforscher. "Es könnte allerdings zukünftige Ereignisse geben, wie beispielsweise Kipppunkte, die die Gletschergeschwindigkeit noch stärker erhöhen", räumen die Forscher ein. Einige große Gletscher im Norden Grönlands, die bisher noch nicht auf die Erwärmung reagiert haben, könnten doch noch schneller werden und so die Rate des ins Meer fließenden Schmelzwassers erhöhen.
"In mancher Hinsicht weckt unser Ergebnis genauso viele neue Fragen, wie es Antworten gibt", sagt Ian Joughin, Mitautor vom Applied Physics Laboratory der Universität von Washington.
(doi: 10.1126/science.1219985)
|
|
| (Science, 04.05.2012 - NPO) |
|
|
|
Artikel drucken |
|
| |
| Nach verwandten Themen suchen: |
|
|
| |
| Weitere News zum Thema |
Wie kann eine bessere Hochwasservorsorge aussehen? (19.06.2013) Forscher schlagen Vier-Punkte-Plan vor, um Betroffene künftig besser zu schützen |
Südasien: Erst Supervulkan-Ausbruch, dann Homo sapiens (11.06.2013) Der anatomisch moderne Mensch erreichte Indien doch später als einige Forscher annahmen |
Geheimnis des römischen Betons enträtselt (07.06.2013) Vulkanasche macht römische Betonbauten tausende Jahre länger haltbar als die heutigen |
Arktis: Ohne Flut kein Eis (07.06.2013) Auch der Meeresspiegel bestimmt, ob sich Meereis bildet oder nicht |
Auferstehung: Frosch entpuppt sich als lebendes Fossil (05.06.2013) Scheibenzüngler galt seit 50 Jaren als ausgestorben, hat aber überlebt |
|
|
|
|
|