• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Sonntag, 23.07.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Sensornetze helfen Kanuten

Drahtlos vernetzte Sensoren sichern den optimalen Trainingserfolg

Internationale Erfolge deutscher Leistungssportler hängen nicht zuletzt vom optimalen Training ab. Mit neuartigen drahtlosen Sensornetzen von Fraunhofer FOKUS sollen die deutschen Kanu-Leistungssportler zukünftig die Effektivität ihres Trainings und der Trainingsgeräte besser gestalten, in Echtzeit erfassen, kontrollieren und entsprechend optimieren können.
Sensoren im Kanu

Sensoren im Kanu

Um optimale Trainingsleistungen zu erzielen, werden im Hochleistungssport Bewegungsdaten von Athleten mittels Kraft- und Bewegungssensoren in Echtzeit erfasst, gesammelt und ausgewertet. Dadurch lassen sich objektive und sehr genaue Aussagen über Trainingserfolge und die Leistungsfähigkeit der Sportler machen. Bislang werden die Daten, die von Sensoren an den Trainingsgeräten erfasst werden, per Kabel zu einem Laptop übertragen. Die Datenkabel stellen i.d.R. eine große Beeinträchtigung der freien Bewegung und eine zusätzliche Unfallquelle dar. Besonders bei Kanuten sind diese Kabel hinderlich, weil dort Sensoren an den Paddeln angebracht werden.

Fraunhofer FOKUS entwickelt zusammen mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten e.V. (FES) eine Lösung, die die zuverlässige drahtlose Übertragung der Sensordaten an einen PC ermöglicht. "Bislang gibt es für solche Anforderungen keine Standardlösung," skizziert Matthias Gerlach von FOKUS die Herausforderung. "Besondere Anforderung gerade dieses Anwendungsbereiches sind die zeitliche Synchronität, die hohe Zuverlässigkeit bei der Datenübertragung und -speicherung und eine einfache Benutzung."

Besonders die Zuverlässigkeit innerhalb des drahtlosen Sensornetzes muss gewährleistet sein: Jeder einzelne Sensor für die Kraft- und Bewegungsmessung sendet seine Daten an einen Sensorknoten, der die gesammelten Daten mehrerer Sensoren an ein Messgerät, z.B. einen PC ohne Verzögerung und ohne Datenverlust weitergeben muss. Die Lösung von FOKUS setzt dazu auf TinyOS, dem derzeitigen Quasistandard für Sensornetze, und auf kommerziell verfügbare Sensorknoten, die für solche Zwecke an der UC Berkeley entwickelt wurden.


Zur Zeit werden die drahtlosen Sensornetze für das Training der Deutschen Olympiamannschaft der Kanuten entwickelt. Prinzipiell ist der Einsatz bei jedem anderen Sportgerät möglich. In einer zweiten Stufe sind auch die physiologischen Daten der Sportler mit drahtlosen Sensornetzen zu erfassen. Lösungen für sogenannte Body-Area-Networks wurden bereits am Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelt.
(FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme, 16.08.2004 - NPO)
 
Printer IconShare Icon