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Freitag, 10.02.2012
Ein Open-Air- Laboratorium für die Windenergie
Testfeld „Borkum-West“ entsteht bis 2008

Horns Rev im Abendlicht 
Horns Rev im Abendlicht
© Vestas Central Europe  Horns Rev im Abendlicht
Nicht nur eine Kostendämpfung soll der Offshore-Windenergie in Deutschland zu einem ersten Durchbruch verhelfen, ein wichtiger Mosaikstein dabei könnte auch ein neues Offshore-Testfeld sein. 45 Kilometer nördlich der Nordseeinsel Borkum soll es genau in dem Gebiet aus dem Boden gestampft werden, für das das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH) bereits 2001 den ersten Offshore-Windpark genehmigt hat.

Die Stiftung Offshore-Windenergie hat sich dort die Rechte am Windpark Borkum-West gesichert und anschließend Ende 2006 an ein Konsortium, an dem Vattenfall, EWE und E.ON beteiligt sind, weiterverpachtet. Zum Kuratorium der Stiftung gehören neben den Energiekonzernen, dem Bundesumweltministerium (BMU) unter anderem auch der Bundesverband Windenergie und verschiedene Windanlagenhersteller.

50 Millionen Euro Zuschuss vom Bund
Bis zum Jahr 2008 muss das Konsortium laut Vertrag nun Borkum-West mit zwölf Windenergieanlagenverschiedener Hersteller bestücken. Getestet werden sollen vor allem die neuen, besonders ertragreichen fünf Megawatt-Anlagen. Das Bundesumweltministerium unterstützt die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Offshore-Testfeld in den nächsten fünf Jahren mit rund 50 Millionen Euro.

„Die vielfältigen neuen Erkenntnisse zur Anlagentechnik, zu Gründungstechnologien sowie zum Bau und zum Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen sollen in die Planung künftiger Offshore-Windparks einfließen und somit entscheidend zum Ausbau der Offshore-Windenergie vor deutschen Küsten beitragen.“, beschreibt das BMU in der Publikation „Entwicklung der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland aus dem Jahr 2007“ seine Erwartungen an das Offshore-Labor.

Noch weitere Vorteile des Testfelds sieht der Vizepräsident des Bundesverbands Windenergie (BWE), Hermann Albers: „Forschung und Entwicklung bei der Offshore-Windenergie werden durch das Testfeld gestärkt. Auch erwarten wir uns Erkenntnisse bei Fundamentkonstruktionen und Stromnetzen. Deutsche Anlagenhersteller können zudem Erfahrungen sammeln, die für den späteren Export der Maschinen wichtig sind.“

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