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Freitag, 10.02.2012
Wie funktioniert die Reprogrammierung?
Mit vier Methoden zum Erfolg

Da die Körperzellen noch alle Gene und damit auch „Bauanleitungen“ für alle möglichen Gewebe und Zelltypen besitzen, geht es jetzt darum herauszufinden, wie diese Informationen wieder reaktiviert werden könnten. Doch genau hier beginnen die Probleme. Denn bei der so genannten Reprogrammierung von Körperzellen sind die Wissenschaftler bisher weitestgehend auf Versuch und Irrtum angewiesen.

Stammzellen 
Stammzellen
© NIH
Im Juni 2006 erklärten Stammzellforscher im renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature“: „Im Prinzip bleibt die Reprogrammierung größtenteils phänomenologisch.“ Mit anderen Worten: Sie sehen zwar, was bei ihren Versuchen herauskommt, wissen aber eigentlich nicht, warum das so ist. Ziel der laufenden Forschungen ist es daher einerseits, funktionierende Wege der Reprogrammierung zu finden, andererseits aber, die diese dabei auch auf molekularer und biochemischer Ebene zu verstehen.

Vier verschiedene Strategien verfolgen die Wissenschaftler zurzeit, um Körperzellen wieder zu Stammzellen zu machen: den Transfer von Zellkernen in entkernte Eizellen, die Fusion von Körperzellen mit embryonalen Stammzellen sowie die Reprogrammierung nur durch Zellextrakte oder durch bestimmte Kulturverfahren.

Während die letzen beiden Methoden erst in den Anfängen stecken, werden Kerntransfer und Fusion bereits in vielen Arbeitsgruppen weltweit eingesetzt – auch und vor allem, um die grundlegenden Mechanismen der Stammzellentwicklung besser zu verstehen.

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