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Freitag, 10.02.2012
Lava
Der heiße Strom

Je nach Art eines Ausbruchs lassen sich auch die vulkanischen Förderprodukte unterscheiden. Bei der Effusion kommt es zum Ausfluss von Lava. Beim explosiven Ausbruch werden Lockerprodukte, wie Asche gefördert. Gasförmige Stoffe treten dagegen bei der Exhalation aus.

Lavastrom 
Lavastrom
© USGS
Wenn das glutflüssige Gestein des Erdinneren, das Magma, aus dem Vulkan austritt, wird es Lava genannt. Unter Lava versteht man das ausgeflossene, noch flüssige oder erstarrte Magma. Sie tritt bei Vulkanausbrüchen mit Temperaturen von 1.000 bis 1.300 Grad Celsius an der Erdoberfläche aus. An der Oberfläche kühlt die Lava zuerst ab und es bildet sich aufgrund der Gas-Entbindung eine rauhe, blockartige Oberfläche. Je höher der Anteil an Kieselsäure, d.h. je sauer die Lava, desto zähflüssiger ist sie. Beim Abkühlungsprozeß entstehen die typischen, zumeist sechseckigen Basaltsäulen, die man häufig als markante Objekte in der Landschafts findet. Basalt ist das häufigste Vulkanitgestein und besitzt die höchste Verbreitung. Durch seine Verwitterungsbeständigkeit wird der Basalt als Baustein geschätzt.

Blocklaven sind dabei zähflüssige und gasreiche saure Schmelzen. Wegen ihrer höheren Viskosität können die Gase nur langsam entweichen, so daß das Gestein nach der Erstarrung der Lava gasreich bleibt und sich an der Oberfläche sehr rauh anfühlt und von Blöcken geprägt wird.

Die gasarmen, meist basischen Schmelzen sind im allgemeinen viel dünnflüssiger und bilden durch die raschere Fließbewegung bizzare wulst- und strickartige Oberflächenformen ( = Seil- oder Stricklava).

Fließt Lava auf den Meeresboden aus, so entstehen durch die jähe Abkühlung kissengroße, zusammenhängende Körper, die man als Kissenlava bezeichnet. Sie sind im Innern noch flüssig, von außen werden sie von einer Glashaut überzogen, die einen rundlichen oder ovalen Lava-Körper einschließt.

Zu den ausgeworfenen Lockermassen gehören die Bimssteine, die unregelmäßige Fetzen sehr viskoser, stark explosiver Magmen darstellen. Aufgrund von plötzlicher Druck-Entlastung blähen die entweichenden Gase die erstarrende Lava stark auf, sodass diese sehr porös und leichter als Wasser wird.

Insgesamt bilden die im Temperaturbereich von 700 - 900 Grad Celsius erstarrten Laven den größten Teil der Vulkanite.

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