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Sonntag, 25.09.2016
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Wie grün ist der „grüne“ Strom?

Ein ökologisches Vorzeigeprodukt in der Diskussion

Alles

Alles "öko" oder doch konventioneller Strom?

Haben Sie sich vorgenommen, im neuen Jahr mehr für die Umwelt zu tun? Vielleicht, indem Sie auf Ökostrom umstellen? Dann sollten Sie auf jeden Fall genau hinschauen, wenn Sie den Anbieter wechseln. Denn längst nicht jeder vermeintlich grüne Strom stammt direkt aus erneuerbaren Energien. Durch „Umetikettierung“ mittels so genannter RECS-Zertifikate kann auch Atom- und Kohlestrom das grüne Mäntelchen erhalten.

Ende 2007 sorgte die Stadt Kassel für Aufsehen: Denn sie warb damit, ihre gesamte Stromversorgung auf Ökostrom umgestellt zu haben. Als wegweisendes Beispiel für eine umwelt- und klimafreundlichere Stromerzeugung wurde dies von der Stadt, aber auch von vielen Medien gefeiert, als Beleg, dass ein Verzicht auf Atom- und Kohlestrom auch in großem Maßstab möglich sein kann.

Doch jetzt, Anfang Januar 2008, ist die Bombe geplatzt: Es stellte sich heraus, dass durch den Kasseler Wechsel möglicherweise nicht eine Kilowattstunde mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Stattdessen wurde einfach Atom- und Kohlenstrom umetikettiert – mithilfe der im europäischen Raum gängigen Praxis der RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System).

Wie das Ganze funktioniert, welche Kriterien Ökostrom zu einem grünen Strom machen und warum das RECS-System für die einen eine „Mogelpackung“ ist, für andere aber eine ganz legale Methode des Stromhandels, darum geht es in diesem Dossier.

Inhalt:

  1. Tauchgang im Stromsee
    Wie funktioniert Ökostrom?
  2. Öko ist nicht gleich Öko…
    Ein Blick auf die feinen Unterschiede
  3. Ein Fall von Etikettenschwindel?
    Der Trick mit den RECS-Zertifikaten
  4. Vom Atom- zum Ökostrom
    Wie funktioniert RECS?
  5. Chance oder Mogelpackung?
    Eine Frage der Transparenz…
  6. Mitmachen oder boykottieren?
    Die Entscheidung fällen auch die Verbraucher
Nadja Podbregar
Stand: 11.01.2008
 
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