Sensoren-Netzwerk beobachtet Alltag Technik als persönlicher Schutzengel für Senioren - scinexx | Das Wissensmagazin
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Sensoren-Netzwerk beobachtet Alltag

Technik als persönlicher Schutzengel für Senioren

Viele Menschen wollen auch im Alter noch lange selbständig in den eigenen vier Wänden leben. Intelligente Umgebungen könnten zukünftig helfen, diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Wie das geht, zeigen die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) auf der diesjährigen weltgrößten Computermesse CeBIT.

Aus Sicht der Forscher am Fraunhofer IESE wird in den Wohnungen der Zukunft Technologie eine immer größere Rolle spielen. Die Wissenschaftler entwickeln derzeit informationstechnologische Konzepte für ein System, das über ein Netzwerk vieler unaufdringlich montierter Sensoren detaillierte Umgebungsinformationen sammelt, diese analysiert und situationsbezogen darauf reagiert. Besonders für Senioren, die allein in ihrer Wohnung leben, könnte dies hilfreich sein.

„Wir machen auf diese Weise quasi die Umgebung intelligent. Über viele nahezu unsichtbar angebrachte Sensoren beobachtet das System den Tagesablauf der Bewohner“, erläutert Martin Becker, der Leiter des Forschungsbereichs „Ambient Assisted Living“ am IESE. „So kann erkannt und beurteilt werden, welches Risiko im jeweiligen Fall besteht, ob sich ein Trend zur Verschlechterung abzeichnet und vor allem, ob ein akuter Notfall vorliegt.“

Eine besondere Herausforderung ist es, das System so aufzubauen, dass es einerseits sicher und zuverlässig arbeitet und andererseits kontinuierlich an sich ändernde Bedürfnisse angepasst werden kann. Neben konventioneller, das heißt passiv arbeitender Sensorik, die ihre Daten beispielsweise via Funk zur weiteren Verarbeitung an eine Zentrale melden, entwickeln die Forscher eingebettete Miniatursysteme. Diese vollständigen Kleinstcomputer lassen sich überall in einer Wohnung unterbringen, arbeiten autonom und kommunizieren selbstständig miteinander. In ihrer Gesamtheit präsentieren sie sich einem Bewohner als homogene, intelligente Umgebung. Dabei bleibt die auf Wunsch weitgehend bedienungsfreie Technik stets dezent im Hintergrund – bis sie gebraucht wird.

(Fraunhofer IESE, 24.02.2009 – NPO)

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