Hoffnung für Krebspatientinnen: Forscher haben bestimmte Brustkrebszellen dazu gebracht, sich in harmlose Fettzellen zu verwandeln. Sie programmierten die Zellen mithilfe zweier bekannter Arzneimittel einfach um. In Versuchen mit Mäusen ließ sich durch diese Umwandlung die Bildung gefährlicher Metastasen verhindern, wie das Team berichtet. Ob dies auch beim Menschen funktioniert, muss aber noch getestet werden.
Die Überlebensrate von Krebspatienten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten signifikant verbessert – mit einer Ausnahme: Bildet der Tumor Metastasen und streut in andere Organe, sieht die Prognose noch immer düster aus. Dies liegt auch daran, dass dieser komplexe Prozess bis heute nicht vollständig verstanden ist.
Einem Geheimnis der Metastasenbildung sind Wissenschaftler jedoch inzwischen auf die Spur gekommen: Durch bestimmte Signale von außen durchlaufen Tumorzellen die sogenannte epitheliale-mesenchymale Transition, kurz EMT. Dieser Vorgang ist eigentlich während der Embryonalentwicklung von Bedeutung. Dabei werden Epithelzellen in einen stammzellähnlichen Zustand versetzt – sie werden beweglich, können sich in unterschiedliche Zelltypen differenzieren und so die Organe bilden.
Gezielte Umprogrammierung?
Bei Erwachsenen wird dieses zelluläre Umbauprogramm in der Regel nur noch für die Wundheilung genutzt. Doch auch in Krebszellen kann die EMT offenbar aktiviert werden: Sie macht es ihnen dann möglich, sich aus dem Tumorverbund zu lösen, in andere Gewebe einzuwandern und dort Metastasen zu bilden. Da die Zellen in dieser Phase besonders anpassungsfähig sind, bietet sich dadurch allerdings auch ein Ansatzpunkt für potenzielle Therapien.







