Hohe Fruchtbarkeitsraten sorgt für anhaltendes Bevölkerungswachstum Bald mehr Inder als Chinesen? - scinexx | Das Wissensmagazin
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Hohe Fruchtbarkeitsraten sorgt für anhaltendes Bevölkerungswachstum

Bald mehr Inder als Chinesen?

Schon in weniger als 20 Jahren könnten auf der Erde mehr Inder als Chinesen leben. Das zeigt eine neue Studie des US-amerikanischen Population Reference Bureau (PRB) und der Population Foundation India, die der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) vorliegt.

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Trotz sinkender Kinderzahlen pro Frau, so die Berechnung der Demografie-Experten, könne die indische Bevölkerung in der Zeit zwischen 2066 und 2071 sogar die Zwei-Milliarden-Marke überschreiten.

Die Ursache für dieses massive Wachstum ist vor allem in den bevölkerungsreichen Staaten des Nordens zu finden. „Die Bevölkerungsentwicklung Indiens ist einzigartig“, erklärt Carl Haub, wissenschaftlicher Direktor des PRB und Autor der Studie.

Vier Kinder pro Frau

Während die Fruchtbarkeitsraten im Süden des Landes seit Jahren rückläufig und in einzelnen Staaten sogar unter das Ersatzniveau von zwei Kindern pro Frau gefallen sind, zeigt sich in den Staaten des Nordens ein ganz anderes Bild. „In Bihar und Uttar Pradesh bringt eine Frau im Lauf ihres Lebens auch heute noch mehr als vier Kinder zur Welt“, sagt Haub.

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Die Entwicklung der Fruchtbarkeitsraten gerade in diesen Staaten sei entscheidend für das zukünftige Wachstum der indischen Bevölkerung. „Wenn die Kinderzahlen hier nicht deutlich abnehmen, ist es durchaus realistisch, dass die indische Bevölkerung die Zwei-Milliarden-Marke erreicht“, so Haub.

Indien 2025 bevölkerungsreichstes Land der Erde?

Indien hatte im Jahr 2000 die erste Milliarde Menschen erreicht und zählt mit 1,1 Milliarden Einwohnern schon heute zu den bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Nur in China leben derzeit noch mehr Menschen.

Aktuellen UN-Projektionen zufolge wird sich dies jedoch in weniger als zwanzig Jahren geändert haben. Bereits 2025 wird Indien China als das bevölkerungsreichste Land der Erde ablösen. Dann werden dort 1,45 Milliarden Menschen leben.

(DSW, 21.12.2007 – DLO)

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