Impfung mit Pilzen vor dem Auspflanzen fördert Pflanzenwachstum Trüffel helfen bei der Wiederaufforstung - scinexx | Das Wissensmagazin
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Impfung mit Pilzen vor dem Auspflanzen fördert Pflanzenwachstum

Trüffel helfen bei der Wiederaufforstung

Schwarze Trüffel © USDA

Die schwarze Trüffel gilt als kulinarische Delikatesse – und ist entsprechend teuer. Doch sie trägt offenbar nicht nur zu Gaumenfreuden bei – sie könnte auch wertvolle Hilfe bei der Wiederaufforstung von Wäldern nach Bränden leisten. Das haben jetzt spanische Wissenschaftler herausgefunden.

Jeden Sommer fallen in den Mittelmeerländern Millionen von Bäumen den Waldbränden zum Opfer. Trotz intensiver Wiederaufforstungsbemühungen bleiben die kahlen Narben oft Jahre bestehen. Forscher der Universität von Navarra um Ana María de Miguel y Miriam de Román untersuchten, wie sich Bäume entwickelten, die vor ihrer Auspflanzung auf die verbrannte Erde mit dem Pilz Tuber melanosporum geimpft wurden und so in ihrem Wurzelbereich die so genannte Mycorrhiza, eine Symbiose der Pflanze mit dem Pilz, ausbilden konnten. Diese Symbiose begünstigt einerseits das Pilzwachstum, erleichtert andererseits aber auch dem Baum die Nährstoffaufnahme aus dem Boden.

In einem Wiederaufforstungsgebiet in der Region um Navarra verglichen die Wissenschaftler den Fortschritt und das Überleben einer neu gepflanzten immergrünen Eichenart (Quercus occifera) mit und ohne Mycorrhiza. Nach drei Jahren zeigte sich, dass die mit Trüffelunterstützung gepflanzten Eichen deutlich höhere Überlebensraten aufwiesen als die „trüffellosen“ Bäume – vorausgesetzt, der Untergrund war für die Trüffel überhaupt geeignet.

Nach Ansicht der Forscher könnte dieser Effekt genutzt werden, um nicht nur die Aufforstung zu verbessern, sondern auch, um den durch die Brände geschädigten Gebieten durch die profitable Trüffelzucht wirtschaftlichen Aufschwung zu verleihen. Die Botaniker bemängeln jedoch, dass bisher gerade in den durch Brände, Dürren und Erosion am stärksten gefährdeten Gebieten des Mittelmeerraums zu wenig Forschung stattfindet, um diese und andere Möglichkeiten der Rekultivierung zu fördern.

(Universidad de Navarra, 13.09.2005 – NPO)

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