Neu entdeckte Biomarker erlauben schnelle Schizophrenie-Diagnose Frühwarnsystem für Schizophrenie - scinexx | Das Wissensmagazin
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Neu entdeckte Biomarker erlauben schnelle Schizophrenie-Diagnose

Frühwarnsystem für Schizophrenie

Bislang gab es keinen eindeutigen Test, mit dem man eine Schizophrenie-Erkrankung frühzeitig aufdecken konnte. Jetzt haben Wissenschaftler der Universitäten Köln, Cambridge und London erste biologische Erkennungssignale im menschlichen Körper gefunden, die vor einem drohenden Ausbruch der Schizophrenie warnen. Die Forschungsergebnisse könnten aus Sicht der Forscher schon bald zu besseren Therapien beim Kampf gegen die Krankheit führen.

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Die Diagnose der Schizophrenie wird bisher ausschließlich auf der Grundlage klinischer Interviews und Beobachtungen gestellt. Eine Behandlung beginnt dadurch oftmals erst dann, wenn sich die Krankheit bereits klar manifestiert hat. Dies ist aus Sicht der Ärzte problematisch, weil durch eine frühzeitige Diagnose die Ansprechbarkeit auf die Behandlung und die Heilungschancen stark verbessert werden könnten.

In einer neuen Studie konnte das internationale Forscherteam nun unterschiedliche Werte für Glukose und Energiestoffwechselprodukte im Nervenwasser von gesunden und erkrankten Menschen nachweisen. Damit ist erstmals ein messbarer Nachweis der Schizophrenie-Erkrankung gelungen.

"Diese neu identifizierten Biomarker könnten uns helfen, Behandlungsstrategien zu entwickeln, die noch in der Phase eher unspezifischer Symptome oder im Frühstadium der Erkrankung die Heilungschancen verbessern oder sogar den Ausbruch der Krankheit verhindern können", sagt Dr. F. Markus Leweke, Leiter der Kölner Forschungsgruppe für Experimentelle und Klinische Neuropsychopharmakologie und Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, an der auch das erste Früherkennungszentrum für psychotische Störungen in Deutschland (FETZ) betrieben wird.

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Die Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PLoS Medicine.

(idw – Klinikum der Universität zu Köln, 23.08.2006 – DLO)

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