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Schattenwurf und Sternenhimmel

Die Argumente der Skeptiker und die Entgegnung

Die in der Fox-Dokumentation und den Büchern der „Mondlandeskeptiker“ vorgebrachten „Indizien“ für eine Fälschung lassen sich im Prinzip auf eine Handvoll Phänomene reduzieren. Die wichtigsten Argumente und ihre Widerlegung haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Einer der Hauptstützpfeiler in der Argumentation der Skeptiker sind vermeintliche Ungereimtheiten in der Richtung, der Länge und der Art der Schatten in den Fotografien der NASA-Astronauten. Nach Ansicht von Kayserling und Co. zeigen sie, dass die Aufnahmen nicht auf dem Mond, sondern in einem Studio gemacht worden sein müssen.

Bei diesen Bergkristallen ist ihre Kristallnatur deutlich erkennbar, das ist aber längst nicht bei allen so. © ngsoft/pixabay

„Argument“ Schattenrichtung

Die Schatten verschiedener Gegenstände und Personen auf der Mondoberfläche laufen in den Aufnahmen nicht parallel und sind außerdem unterschiedlich lang. In dem Bild, das Armstrong und Aldrin beim Aufstellen der amerikanischen Flagge zeigt, scheinen sich die Schatten beider Astronauten zueinander zu neigen, außerdem ist Aldrins Schatten länger. Nach Ansicht der Skeptiker ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass im „Studio“ mehrere Lichtquellen genutzt wurden.

Entgegnung: Dieses Argument lässt die Grundlagen der Perspektive und der Fluchtpunktverzerrung außer acht. Parallele Linien auf einer dreidimensionalen Fläche scheinen immer dann aufeinander zu zu laufen, wenn sie in einem Bild, Foto oder sonstigen zweidimensionalen Medium dargestellt werden. Dieses Prinzip lässt sich beispielsweise bei der Beobachtung einer auf einen zulaufenden Straße auch auf der Erde beobachten.

Diese Verzerrung wirkt auch auf die Schatten von Aldrin und Armstrong. Die unterschiedliche Länge der Schatten geht darauf zurück, dass der Untergrund nicht eben, sondern leicht gewellt ist. Ein Schatten auf einer abfallenden Ebene wird optisch verlängert, ein Anstieg verkürzt den Schatten. Armstrong steht vor einem leichten Anstieg, zwischen den beiden liegt jedoch eine leichte Senke.

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Wären die Aufnahmen wirklich in einem Studio mit mehreren Lichtquellen entstanden, hätte jede Erhebung nicht nur einen Schatten, sondern mehrere haben müssen – dieser Effekt kann beispielsweise in einem Fußballstadion bei einem Spiel unter Flutlicht beobachtet werden: Jeder Spieler ist von vier Schatten umgeben.

Buzz Aldrin steigt aus der Landefähre auf die Mondoberfläche hinunter © NASA/KSC

„Argument“ Schattentiefe

Wenn es wirklich nur eine Lichtquelle – die Sonne – gibt und keine Luft, die das Licht streut, warum sind dann die Bereiche, die im Schatten liegen, trotzdem so hell? Warum ist beispielsweise Aldrin bei seinem Ausstieg aus dem Landemodul so deutlich zu erkennen, obwohl die Leiter in tiefem Schatten liegen müsste?

Entgegnung: Dieses Argument lässt außer acht, dass die Mondoberfläche wegen ihrer Helligkeit und ihres hohen Gehalts an Mikroglas stark reflektiert. Sie wirft daher das von der Sonne einfallende Licht wieder in deren Richtung zurück und hellt damit die Schatten auf.

Auch in dieser Aufnahme der Raumstation ISS sind keine Sterne zu sehen. © NASA

„Argument“ Sternenhimmel

Auf keinem der NASA-Bilder sind am Himmel Sterne zu sehen? Sie müssten aber da sein.

Entgegnung: Dieses Argument der Skeptiker ist am leichtesten zu entkräften, wird aber dennoch immer wieder vorgebracht. Die Ursache für die vermeintlich fehlenden Sterne liegt in der fotografischen Aufnahmetechnik: Die Astronauten dokumentierten die Ereignisse auf der hellen, von der Sonne beschienenen Mondoberfläche. Damit diese Bilder nicht überbelichtet wurden, mussten sie eine kurze Belichtungszeit und kleine Blende wählen. Für die im Vergleich zur stark reflektierenden Oberfläche nur sehr schwach leuchtenden Sterne war diese Belichtungszeit einfach zu kurz.

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Nadja Podbregar
Stand: 16.07.2013

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Die große Mond-Verschwörung
Die Skeptiker und die Gegenargumente

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