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Rund um den Parkraum

Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden...

Parkplätze sind in jeder Stadt knapp. Und der wenige vorhandene Parkraum ist zusätzlich auch noch teuer. So kommt es, dass viele Fahrer ihr Auto endlos durch die Innenstadt steuern, auf der Suche nach einem Parkplatz, der am besten nichts kostet und sich auch noch in unmittelbarer Nähe ihres Ziels befindet. Das kann dauern, da es nahezu unmöglich ist…

Das wirksamste Mittel zur Reduzierung des Stadtverkehrs und zur Umlenkung auf den ÖPNV scheint die Verknappung des Parkraums: Wenn das Auto nirgendwo abgestellt werden kann, lassen die meisten es lieber gleich in der Garage stehen. Doch so einfach ist es nicht, denn mit dem Abreißen von Parkhäusern ist es nicht getan.

Um die begrenzt vorhandene Fläche gerecht zu verteilen, ist gezieltes Parkraummanagement notwendig. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen, bei denen der Autofahrer für seinen Parkplatz bezahlen muss. Möglichkeiten der Gebührenerhebung sind Parkscheinautomaten, Parkuhren, Kassenautomaten oder auch gebührenpflichtige Parklizenzen. Durch den Preis wird die Parkdauer indirekt beeinflusst, denn ist der Preis sehr hoch, wird der Parkende versuchen, seine Besorgungen schneller zu erledigen. Dadurch kann der gleiche Parkraum im Laufe eines Tages von vielen genutzt werden. Solche Maßnahmen sollen vor allem die Dauerparker und Berufspendler aus den Stadtzentren verdrängen, da gerade hier der Parkraum für den Einkaufs- und Anlieferungsverkehr gebraucht wird.

Prinzipiell sind sich alle darüber einig, dass es am einfachsten wäre, von vornherein den Individualverkehr in Innenstädten zu verhindern. Allerdings ist dies nur sehr schwer umzusetzen. Falls auch Maßnahmen wie attraktivere ÖPNV-Angebote oder Parkleitsysteme nicht greifen, bleiben daher oft nur drastischere Lenkungsmechanismen, wie Verknappung des Parkraums, Erhebung von Parkgebühren, Begrenzung der Parkdauer und Reservierung für bestimmte Nutzergruppen.

Fehlender Parkraum beziehungsweise durch Berufs- und Einkaufsverkehr belegte Parkplätze mindern natürlich auch die Wohnqualität. Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem sind Anwohnerparklizenzen und die Miete von Tiefgaragenplätzen. Problem hierbei ist die ganztägige Blockierung von knappem Straßenraum bei gleichzeitiger Parkplatzknappheit. Es wäre allerdings möglich, diese Anwohnerparkplätze auf einen bestimmten Zeitraum zu beschränken oder auch tagsüber weiterzuvermieten.

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Wird der Parkraum in den Innenstädten knapp, hilft dies zwar der Umwelt, kann aber auch negative Folgen haben: Schlimmstenfalls wandern die city-typischen Funktionen, wie Einzelhandel und Dienstleistungen, auf die „grüne Wiese“ ab, da dort genügend und meistens auch noch kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. Ein Ausbleiben der Kunden aufgrund von Parkplatzmangel müssen die Geschäfte dort nicht befürchten.

Den Mittelweg zwischen zuviel und zuwenig Parkplätzen und dem „guten“, weil notwendigen Verkehr, und dem unnötigen zu finden, ist daher nicht ganz einfach….

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Stand: 27.06.2001

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Verkehrsinfarkt
Mobilität in der Krise

Der Drang nach Mobilität
Von Ursachen und Nutzen...

Auswirkungen des Verkehrsinfarkts
Der Mobilitätswahn und seine Folgen...

Wundermittel gegen den Kollaps?
Navigations- und Telematiksysteme

Fahr Bus und Bahn...
Alternative zum Pkw?

Die Kombination machts
Von Park & Ride und Co.

Rund um den Parkraum
Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden...

Der Griff ins Portemonnaie...
Bezahlen für die Straßenbenutzung

In der Ruhe liegt die Kraft...
Was bringt die Verkehrsberuhigung?

Ein Auto für alle
Car-Sharing, CarPools® und CashCar®

Chronik
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