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Die Spurensuche geht weiter

SAMPLE geht in die zweite Runde

Gerade hat die zweite Phase des SAMPLE-Projektes begonnen. In aufwendigen und teuren Schiffs- und Landexpeditionen nehmen die Wissenschaftler nun zum Beispiel die Regionen an Land und auf dem Meeresboden ins Visier, wo sich noch Spuren vom Auseinanderreißen der Landmassen abzeichnen.

Das Becken des Paraná © NASA/GSFC

Sowohl im Paraná-Becken in Brasilien als auch an einem Küstenstreifen von Namibia in Südafrika sind zum Beispiel Basaltgesteine zu finden, die zu Beginn des Auseinanderbrechens vor 160 Millionen Jahren als heiße Lava aus dem Ozeanboden gequollen sind. Und unter dem Meeresboden nahe der Insel Tristan da Cunha mitten im Südatlantik fahnden die Forscher nach dem heißen Aufstrom, dem Tristan da Cunha Hotspot, der einstmals den Reißprozess in Gang gesetzt hat.

Die an SAMPLE beteiligten Forscher wollen jedoch nicht nur die geologischen Prozesse tief im Erdinnern und deren Effekte auf die Ozeanböden und die Landmassen besser verstehen lernen. Sie suchen auch Antworten auf Fragen von globaler und wirtschaftlicher Bedeutung. Wie wirken sich das Zerbrechen von Landmassen und die Entstehung von Ozeanen auf Meeresströmungen aus – und damit auch auf das Klima der Erde? Wie haben sich die großen Sedimentbecken im Südatlantik verändert, in denen der ganze Schutt lagert, den die großen Flüsse Südamerikas und Südafrikas über Millionen von Jahren dort hineingetragen haben, während dieser Ozean sich weitete?

Die Küste von Namibia in Afrika © NASA/GSFC

Welchen Einfluss hatte das auf die Entstehung der Erdöllagerstätten, die man gerade in solchen mächtigen Sedimentbecken findet? Und wie schließlich haben sich die großen Flussläufe in Südafrika, in deren Betten nach Diamanten gesucht wird, verändert, während der Kontinent nach oben gepresst wurde – und was bedeutet das für die Suche nach den wertvollen Edelsteinen?

Drei Jahre läuft die zweite Phase des SAMPLEProjektes. So lange haben die Wissenschaftler Zeit, Daten zu sammeln und auszuwerten und möglichst viele Antworten zu finden – ihre akademische Form der Schatzsuche.

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Angelika Jung-Hüttl / „Einsichten – Das Forschungsmagazin“ der Ludwig-Maximilians-Universität München
Stand: 30.03.2012

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Kräfte zwischen Kern und Kruste
Der Entstehung des Südatlantik auf der Spur

Mit Globus und Hochleistungsrechner
Geowissenschaftler blicken der Erde unter die Haube

Zackennähte und driftende Platten
Der Entstehung des Südatlantik auf der Spur

Fenster in die Vergangenheit
Passiver Kontinentrand als Langzeitarchiv der Plattenbewegung

Die Spurensuche geht weiter
SAMPLE geht in die zweite Runde

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