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Samstag, 25.03.2017
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Soja gegen Krebs und Kahlköpfigkeit?

Verdauungsprodukt hemmt schädliches Hormon

Essen von Soja kann bei Männern die Entstehung von Prostatakrebs und das Kahlwerden verhindern. Forscher des Colorado State's College of Veterinary Medicine haben festgestellt, dass dabei Equol, ein Molekül, das bei der Verdauung von Soja im Darm gebildet wird, die entscheidende Rolle spielt.
Das Molekül hemmt DHT, ein Hormon, das das Prostatawachstum fördern oder Kahlheit verursachen kann. Diese Ergebnisse könnten auch erklären, warum japanische Männer, die mehr Soja zu sich nehmen, seltener an Prostatakrebs erkranken.

Soja

Soja

Das Team um Robert Handa fand heraus, dass Equol die Bildung des männlichen Hormons DHT nicht behindert, sondern nur seine Funktion stoppt. Bei DHT handelt es sich um ein Nebenprodukt von Testosteron. Zwei Experimente mit Ratten zeigten, dass das Injizieren von Equol die Größe der Prostata verringerte. Für einen Test wurden die Hoden der Tiere entfernt, so dass sie kein DHT produzierten. Wurde DHT injiziert, wuchsen ihre Prostatae. Erhielten die Tiere Equol und DHT, verhinderte Equol das normale Funktionieren von DHT. Handa erklärte, dass die direkte Inaktivierung von DHT ohne Beeinflussung des Testosterons Equol ermögliche, viele der schädlichen Wirkungen von Androgenen zu verringern.

Kenneth Setchell vom Cincinnati Children's Hospital Medical Center, der vor 20 Jahren erstmals das Potenzial von Equol erkannte, erklärte, dass diese Forschungsergebnisse von immenser medizinischer Bedeutung seien. Die Blockierung von DHT zur Behandlung von Prostatakrebs und anderen verwandten Krankheiten sei lange ein Hauptziel der Pharmaindustrie gewesen. Experten gehen davon aus, dass diese Entdeckung vor allem für Männer mit einer vergrößerten Prostata oder Prostatakrebs von Bedeutung sein wird. DHT wurde zusätzlich in Forschungen zu den Ursachen männlicher Kahlheit einbezogen.
(Pressetext Europe, 15.04.2004 - NPO)
 
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