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Sonntag, 26.03.2017
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Klimawandel verändert Regenwälder

Trockenphasen beeinflussen Artenzusammensetzung stärker als gedacht

Auch die tropischen Regenwälder könnten durch den Klimawandel und die sich damit verändernden Niederschlagsmuster zukünftig ein anderes Gesicht annehmen. Eine jetzt in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass die Artenverteilung in diesen Wäldern direkt von der Bodenfeuchte abhängig ist.
Tropischer Regenwald

Tropischer Regenwald

Von den feuchttropischen Regenwäldern nimmt man üblicherweise an, das dort Wasser reichlich vorhanden ist. Folglich, so der bisherige Schluss, spielt die Bodenfeuchte auch nur eine untergeordnete Rolle im Konzert der Einflussgrößen, die die Verteilung der verschiedenen Baum- und Straucharten bestimmen. Doch dem ist nicht so, wie jetzt eine Studie der Biologin Bettina Engelbrecht von der TU Kaiserslautern und ihren Kollegen zeigt.

Für ihre Studie untersuchte das Team die Trockentoleranz und die lokale und regionale Verbreitung von 48 Baum- und Straucharten entlang des Isthmus von Panama. Entlang dieses Streifens nehmen die durchschnittlichen Niederschläge von einem Ende zum anderen zu. Die Forscher stellten erstmals fest, dass sich die Artenzusammensetzung deutlich mit der Bodenfeuchte veränderte. Gleichzeitig aber wurde duetlich, dass auch Trockenphasen einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung von Pflanzengemeinschaften in diesen Wäldern haben können.

Dieses Forschungsergebnis ist besonders aufschlussreich, weil es bedeutet, dass Veränderungen der Bodenfeuchte - wie sie beispielsweise durch globalen Klimawandel oder Waldfragmentierung verursacht werden –die Verbreitung, Diversität und Zusammensetzung tropischer Artengemeinschaften wahrscheinlich stärker als bisher angenommen verändern.


Die neuen Erkenntnisse verhelfen zudem zu einer Optimierung von Vegetations-Klimamodellen. Diese wiederum erlauben dann bessere Vorhersagen darüber, wie die Zusammensetzung, Vielfalt und Funktion der tropischen Wälder durch sich verändernde Niederschlagsmuster beeinflusst werden.
(Technische Universität Kaiserslautern, 04.05.2007 - NPO)
 
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