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Dienstag, 25.07.2017
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Bluttest diagnostiziert Schlaganfall

US-Unternehmen stellt 15-Minuten-Test vor

Ein kalifornisches Unternehmen hat einen neuen Bluttest vorgestellt, mit dem innerhalb von nur 15 Minuten ein Schlaganfall angezeigt werden kann. Der Bluttest diagnostiziert Proteine, die vom Gehirn bei einem Schlaganfall freigesetzt werden. Die Mediziner erwarten sich von einer solch schnellen Diagnose vor allem bessere Heilungserfolge und Vorbeugung vor den Langzeitfolgen eines Schlaganfalles.
Gehirn

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Schlaganfälle zählen zu den häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt, sie sind die häufigste Ursache für Behinderungen. 80 Prozent der Fälle sind auf Blutklumpung in den Arterien im Hirn zurückzuführen. 25 Prozent der Betroffenen sterben daran, bei den meisten anderen bleiben Schädigungen des Hirns zurück. Das Heimtückische an einem Schlaganfall ist aber die richtige Diagnose. Da die Symptome häufig variieren, ist eine richtige Diagnose nicht immer möglich.

Der vorgestellte Bluttest könnte die Zeit zwischen Schlaganfall und richtiger Diagnose erheblich verkürzen. Durch eine sofortige Behandlung kann das Risiko von Langzeitfolgen des Schlaganfalls erheblich minimiert werden. Der erfolgversprechende Test ist nach Angaben des Unternehmens Biosite allerdings noch in der Entwicklungsphase und noch nicht marktreif.

Für das Erkennen eines Schlaganfalles eignen sich Computertomographien, allerdings geben sie keinen Hinweis auf ein Risiko beziehungsweise auf frühe Stadien eines Schlaganfalles. "Das Fehlen der raschen Diagnose ist das größte Problem", erklärt auch Daniel Laskowitz, Neurologe an der Duke University in North Carolina. Schnelle Diagnosen führen auch dazu, dass sofort Medikamente verabreicht werden können, die Blutklumpen auflösen. "Das wäre innerhalb der ersten drei Stunden wichtig", führt der Experte aus. Der Test wäre eine mögliche Antwort, meint Laskowitz.


Ärzte im Derriford Hospitel in Plymouth untersuchten 160 Patienten, darunter befanden sich offensichtliche Risikopersonen, Patienten, die bereits einen Schlaganfall hinter sich hatten sowie Schwestern und andere Probanden. Das Ergebnis wurde von den Experten als nicht optimal eingestuft, denn einige der Patienten, die einen Schlaganfall erlitten, wurden erst sechs Tage danach behandelt. Selbst die durchschnittliche Wartezeit betrug 30 Minuten. In 80 Prozent der Fälle wurde zuerst der Hausarzt gerufen anstatt der Notarzt, der die notwendigen Schritte einleiten kann. Experten fordern, dass die Allgemeinheit besonders darauf hingewiesen werden muss, sich im Falle eines Schlaganfalles richtig zu verhalten. "Eine Kampagne soll besonders Risikopersonen davon unterrichten, wie sie sich verhalten sollen", so der Bericht.
(Pressetext Europe, 19.03.2004 - AHE)
 
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