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Donnerstag, 21.09.2017
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Hautkrebs durch falsche Zellsignale

Unterscheidung zwischen Leberflecken und Melanomen möglich

Ein Fehler in der Signalübertragung zwischen Zellen könnte für das Entstehen einer tödlichen Form von Hautkrebs verantwortlich sein. Ein Team des Marie Curie Research Institute hat nachgewiesen, dass 90 Prozent der Zellen maligner Melanome anormal hohe Mengen des Proteins BRN-2 produzieren. Diese Entdeckung kann die Unterscheidung zwischen Melanomen und weniger gefährlichen Leberflecken erleichtern.
Krebs-Tumorzelle

Krebs-Tumorzelle

Das Protein scheint eine entscheidende Rolle bei der Zellteilung zu spielen. Zellen maligner Melanome enthielten mehr als 20 Mal so viel BRN-zwei wie normale Zellen. Der leitende Wissenschaftler Colin Goding erklärte, dass BRN-2 für das Wachstum von Melanomen von größter Bedeutung sei. "Wenn wir BRN-2 im Labor deaktivieren, wachsen die Zellen deutlich langsamer." Die Forscher gehen davon aus, dass BRN-2 in Zusammenhang mit zwei wichtigen Signalwegen in der Zelle steht, die Anweisungen für Beginn und Ende der Zellteilung weitergeben. Krebs entsteht, wenn dieser Teilungsvorgang außer Kontrolle gerät.

Einer der beiden Signalwege war bei 20 Prozent der Melanome fälschlicherweise permanent aktiviert, der andere bei 70 Prozent. Laut Goding ist BRN-2 die entscheidende Verbindung zwischen den Signalwegen und dem Wachstum der Melanome. Tim Eisen, Krebsspezialist am Londoner Royal Marsden Hospital, erklärte, dass diese Entdeckung aus drei Gründen von großer Bedeutung sei. Erstens werde die Unterscheidung zwischen Leberflecken und Melanomen ermöglicht. Zweitens können weitere Risiken nach der Entfernung eines Melanoms besser abgeschätzt werden. Drittens stünden damit weitere Informationen über Melanome selbst zur Verfügung und damit Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Behandlungsformen.
(Pressetext Europe, 18.03.2004 - AHE)
 
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