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Mittwoch, 13.12.2017
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Urin als Rohstoff?

Forschungsprojekt untersucht Trennung von Abwässern und Nutzungsmöglichkeiten

Ist Urin ein Rohstofflieferant der Zukunft? Das wollen Forscher der Fachhochschule Lübeck jetzt wissen. In einem neuen Projekt gehen sie der Frage nach, ob sich menschliche Ausscheidungen wie Urin zur Begegnung einer allgemein bekannten und zu erwartenden Rohstoffknappheit verwerten lassen.
Kläranlage

Kläranlage

Während derzeit die Diskussion um den Rückgang der Vorkommen fossiler Brennstoffe allgegenwärtig ist, tritt die Tatsache, dass auch andere Rohstoffe immer knapper werden, etwas in den Hintergrund. So werden in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts weltweit die natürlichen Lagerstätten an Phosphor nahezu aufgebraucht, und der Abbau der dann noch vorhandenen Vorkommen nur unter extremem technischen Aufwand möglich sein. Vor diesem Hintergrund wird die Suche nach nachhaltigen Bewirtschaftungsstrategien der vorhandenen Ressourcen immer wichtiger.

Die zentrale Themenstellung des neuen Projektes ist es daher, zu untersuchen, ob bereits bestehende sanitären Anlagen und Einrichtungen so nachgerüstet werden können, dass die verschiedenen anfallende Stoffe getrennt verwertet und damit möglicherweise auch genutzt werden könnten. Insbesondere wird dabei die Separation von Urin im Vordergrund stehen.

Urin besteht zu hohen Anteilen aus Stickstoff und Phosphor und kann– abseits aller „Ekelfaktoren“ durchaus als Wertstoff betrachtet werden. Nach Ansicht der beteiligten Wissencshaftler sollte er vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen daher nach Möglichkeit in geschlossenen Stoffkreisläufen wiederverwertet werden.


Durchgeführt wird das Projekt vom Labor für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Fachhochschule Lübeck unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Matthias Grottker und der fhl-Forschungs GmbH. Das Forschungsvorhaben hat ein Gesamtvolumen von nahezu 780.000 Euro. Zu den Fördermitteln des Landes und der Europäischen Union finanzieren die Projektpartner aus der regionalen Wirtschaft und die FH Lübeck selber erhebliche Anteile. Das Projekt hat im Februar 2006 begonnen und ist mit einer Laufzeit von drei Jahren versehen. Es endet im Dezember 2008.
(Fachhochschule Lübeck, 04.07.2006 - NPO)
 
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