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Sonntag, 26.03.2017
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Nordsee: "Leinen los" für neue Forschungs-Plattform

FINO 3 bereitet Offshore-Windparkprojekte vor der Küste Schleswig-Holsteins vor

In der Nordsee entsteht die dritte deutsche Forschungs-Plattform. Sie soll die Errichtung mehrerer Offshore-Windparkprojekte vor der Küste Schleswig-Holsteins vorbereiten, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung im Energiebereich voranzutreiben.
Offshore-Windpark

Offshore-Windpark

Für die Bundesregierung ist die Windenergienutzung durch Offshore-Anlagen von hoher umwelt- und energiepolitischer Bedeutung. Bis 2020 sollen laut dem Bundesumweltministerium (BMU) mindestens 20 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Einen wesentlichen Anteil hieran sollen Offshore-Windenergieanlagen liefern. Zugleich werden diese Windparks nach Angaben des BMU zur Stärkung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in der Region beitragen und die bedeutende Rolle Schleswig-Holsteins als Windland festigen.

Auf FINO 3 werden in den kommenden Jahren vor allem Gründungsstrukturen der Windkraftanlagen, Blitzintensität, Windlasten und möglicher Energieertrag erforscht. Desweiteren werden mögliche Auswirkungen von Windparks auf Vögel und Meereslebewesen untersucht.

FINO 3 wird die dritte Plattform zur Erforschung der Windenergie in deutschen Gewässern sein. Mit einer Fertigstellung wird im Herbst 2007 gerechnet. Bereits 2003 ging die nördlich von Borkum gelegene Forschungsplattform FINO 1 in Betrieb. Der Bau von FINO 2, nördlich von Rügen, ist für Herbst dieses Jahres geplant.


Sieben Forschungs- und Technologie-Projekte geplant


Wie Schleswig-Holsteins Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Dietrich Austermann gestern in Husum bei der Übergabe der Förderscheide in Höhe von 7,9 Millionen Euro für FINO3 an das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel sagte, sollen auf der Plattform, die 80 Kilometer westlich vor Sylt errichtet wird, insgesamt sieben Forschungs- und Technologie-Projekte verschiedener Unternehmen und Hochschulen ermöglicht werden.

Laut Austermann soll mit dem Geld vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Bereich Windenergieanlagentechnik erhalten und verbessert werden. "Die Errichtung der ersten Offshore-Pilotprojekte in Nord- und Ostsee wird die Position Schleswig-Holsteins als Zentrum der Windenergie weiter stärken", so der Minister.
(idw - Fachhochschule Kiel/BMU, 27.04.2006 - DLO)
 
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