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Donnerstag, 21.09.2017
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Haiti: Hunderte Tote nach Tropensturm "Jeanne"

Katastrophale Überflutungen behindern Hilfsmaßnahmen

Die von Tropensturm "Jeanne" ausgelösten Überschwemmungen im ärmsten Karibikstaat Haiti sind verheerender als zunächst angenommen. Allein in der Stadt Gonaives im Nordwesten des Landes starben nach jüngsten Schätzungen mindestens 600 Menschen.
Tropensturm "Jeanne" auf dem Weg nach Haiti

Tropensturm "Jeanne" auf dem Weg nach Haiti

Insgesamt sind nach Angaben der Behörden auf Haiti und in der Dominikanischen Republik 700 Todesopfer zu beklagen. Hilfsorganisationen vermuten, dass diese Zahl vermutlich noch weiter steigen wird, denn allein in Haiti gelten noch mindestens 1.000 Einwohner in der Krisenregion als vermisst. 160.000 Menschen sind zurzeit noch obdachlos.

Nach zwei Tagen anhaltenden Regens behindern die katastrophalen Überflutungen erste Hilfsmaßnahmen auf der Insel. Das Zentrum von Gonaives steht fast völlig unter Wasser. Am schlimmsten betroffen sind die ärmsten Bewohner im Norden und Nordwesten Haitis. Viele von ihnen leben an Berghängen und in sonst trockenen Flussläufen, die nun durch Schlammlawinen und blitzartig steigende Wasserpegel zu Todesfallen wurden.

Am dringendsten brauchen die Überlebenden sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und Notunterkünfte. Wie in Gonaives bleibt der Zugang zu betroffenen Städten und Dörfern schwierig, bis sich das Wasser zurückzieht. Sobald die Pegel fallen, werden CARE und andere Hilfsorganisationen mit der Verteilung von Lebensmitteln beginnen und Material zur Errichtung von Notunterkünften ausgeben.


"Haiti hat im vergangenen Jahr bereits erheblich unter Dürren, Überschwemmungen und politischen Unruhen gelitten", so Abby Maxman, Länderdirektorin von CARE in Haiti. "Diese jüngste Katastrophe unterstreicht einmal mehr, wie wichtig nicht nur die Nothilfe, sondern auch langfristige Lösungen zur Überwindung der Armut in diesem Land sind."

Für den Beginn dieser Woche waren weitere Regenfälle vorausgesagt, die die Gefahr von weiteren Erdrutschen und Todesfällen erhöhen.
(ots, CARE Deutschland, 22.09.2004 - DLO)
 
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