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Sonntag, 22.10.2017
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LED deckt Sekundenschlaf auf

Neues Müdigkeits-Erkennungs-System für Autofahrer entwickelt

Eine neu entwickelte infrarote Leuchtdiode soll den gefährlichen Sekundenschlaf bei Kraftfahrern künftig rechtzeitig erkennen. Dafür braucht man neben der so genannten IR-LED eine geeignete Kamera mit einem speziellen Sensor.
Gefährlicher Sekundenschlaf

Gefährlicher Sekundenschlaf

Diese detektiert das für den Menschen nicht sichtbare IR-Licht bei einer Wellenlänge von 850 Nanometer und wertet das damit gewonnene Bild des Fahrers aus. Das alles geschieht den Osram-Forschern zufolge vom Fahrer unbemerkt - auch in der Nacht.

Kamera erkennt Müdigkeit


Die im Blickfeld des Fahrers montierte Kamera erkennt mit Hilfe einer Bildauswertungs-Software, ob dieser ermüdet oder abgelenkt ist. Aufgrund ihrer geringen Größe und der integrierten Linse, die einen Winkel von 40 Grad ausleuchtet, kann die LED vom Typ SFH4236 beispielsweise leicht in das Armaturenbrett eines Fahrzeuges eingebaut werden.

Sie beleuchtet nach Angaben der Wissenschaftler so den Fahrer schattenfrei direkt von vorne. IR-LED dieser Leistungsklasse mit integrierten Linsen waren bisher nicht verfügbar.


1.300 Tote durch Alleinunfälle


Laut Statistiken des Deutschen Verkehrssicherheitsrates werden jährlich rund 1.300 Menschen auf Deutschlands Straßen durch Alleinunfälle getötet - also Unfälle, an denen kein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt war.

Schätzungsweise gut 25 Prozent dieser Unfälle sind auf den so genannten Sekundenschlaf zurückzuführen. Das neue Müdigkeits-Erkennungs-System mit der IR-LED von der Siemens-Tochter Osram Opto Semiconductors könnte hier zum Lebensretter werden.

Weitere Einsatzbereiche von solchen Hochleistungs-IR-LED im Fahrzeug sind den Wissenschaftlern zufolge beispielsweise Sitzbelegungserkennung, Nachtsichtsysteme, Nahbereichserkennung und die Überwachung des toten Winkels.

Kein Austausch während des Autolebens


Die Lebensdauer der IR-LED beträgt mehrere 10.000 Stunden und übertrifft damit die durchschnittliche Betriebsdauer eines Fahrzeuges um ein Vielfaches. Sie muss also während eines durchschnittlichen „Autolebens“ nicht mehr ausgetauscht werden.
(idw - Siemens, 18.10.2010 - DLO)
 
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