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Donnerstag, 25.05.2017
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Regenerieren statt Ersetzen

Leibniz Universität Hannover

Ob Triebwerke, Gasturbinen, Windenergieanlagen oder Schienenfahrzeuge – sie alle bestehen aus Komponenten, die im Betrieb durch starke Beanspruchung verschleißen. Wie setzt man diese Komponenten ressourcen- und kostensparend wieder in einen betriebsfähigen Zustand? Regeneration ist die nachhaltige Alternative zum Ersatz verschlissener Bauteile in diesen komplexen Investitionsgütern.
Am Donnerstag, 11. April 2013, tauschen sich auf einem ganztägigen Kolloquium in Saal 3 B im Convention Center auf der Hannover Messe Fachleute aus Industrie und Forschung über zukünftige Regenerationstechnologien aus. Sie erörtern den seit 2010 erarbeiteten Forschungsstand aus 17 Teilprojekten zur Produktregeneration komplexer Investitionsgüter. Mit dabei sind Tim Holt von Siemens Service Renewables, Hans Peter Hackenberg von MTU Aero Engines und Forschende des Sonderforschungsbereiches Regeneration komplexer Investitionsgüter der Leibniz Universität Hannover, das Laser-Zentrum Hannover sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

In drei Kolloquiumsblöcken werden Befundungstechnologien, Erkenntnisse zur Fertigung in Wechselwirkung zu Produkteigenschaften und die effiziente Steuerung des Gesamtprozesses der Produktregeneration am Beispiel ziviler Flugtriebwerke erörtert.

Bei den Befundungstechnologien konzentrieren sich Fragen und Lösungswege darauf, wie sich der Zustand hochbeanspruchter Triebwerksbauteile bei Inspektionen und Regenerationen bewerten lässt. Schon vor seiner Demontage sollen mögliche Defekte im Triebwerk durch Ungleichmäßigkeiten im Heißgaspfad entdeckt und lokalisiert werden. Darüber hinaus werden Techniken zur Materialcharakterisierung, zur Fehlerprüfung und zur Geometrieerfassung der Triebwerkskomponenten vorgestellt.

Wie der gesamte Regenerationsprozess komplexer Investitiongsgüter effizient zu planen und zu steuern ist, wird im dritten Kolloquiumsblock aus technischer, logistischer und betriebswirtschaftlicher Sicht beleuchtet.

Die in den Teilprojekten des Sonderforschungsbereichs entwickelten Methoden lassen sich gut kombinieren. Sie dienen dazu, die in der industriellen Praxis bisher schwierige Entscheidung zu erleichtern, welcher Regenerationspfad zu wählen ist.

Der Sprecher und Leiter des Sonderforschungsbereichs Prof. Dr.-Ing. Jörg Seume wird durch das Kolloquium führen. Künftig werden die Forschungsschwerpunkte des Sonderforschungsbereiches Regeneration komplexer Investitionsgüter u. a. im Bewerten der Aufwendungen, des funktionalen Nutzens sowie im Analysieren der Auswirkungen in komplexen Funktionen liegen.
(Leibniz Universität Hannover, 08.04.2013 - KBE)
 
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