Neuer Zusammenhang zwischen Fructose-Konsum und Gewichtszunahme entdeckt Fruchtzucker macht dick - scinexx | Das Wissensmagazin
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Fruchtzucker macht dick

Neuer Zusammenhang zwischen Fructose-Konsum und Gewichtszunahme entdeckt

Wissenschaftler haben in einer neuen Studie herausgefunden, dass die Aufnahme von Fruchtzucker die Körperfett- und Gewichtszunahme bei Mäusen deutlich steigert. Damit liefern die Forscher neue Daten, die einen Zusammenhang zwischen dem weltweit angestiegenen Fructosekonsum und der stetig steigenden Zahl übergewichtiger Menschen möglich machen.

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In der vorliegenden Studie boten die Forscher vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke Mäusen entweder eine 15 prozentige Fructoselösung, ein Saccharose- (Rohrzucker-)haltiges Erfrischungsgetränk (10 Prozent Saccharose), ein Süßstoff-haltiges Diät-Getränk ohne Kalorien, oder Wasser an. Die Mäuse, die die Fructoselösung tranken, nahmen im Vergleich zu den anderen Mäusen stärker an Gewicht und Körperfett zu und zeigten zudem einen Anstieg der Leberfette. Das Saccharose-haltige Getränk hatte nach den vorliegenden Daten keinen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung der Mäuse.

Überaschenderweise aßen die Mäuse, die mit der angebotenen Flüssigkeit zusätzliche Kalorien aufnahmen, weniger feste Nahrung als die Tiere, die nur Wasser oder das Diät-Getränk erhielten, so dass die Gesamtenergieaufnahme bei allen Gruppen annähernd gleich war. „Da die Gewichts- und Fettzunahme der Tiere, die die Fructoselösung tranken, nicht auf eine gesteigerte Kalorienaufnahme zurückzuführen ist, ist anzunehmen, dass Fructose die Stoffwechseltätigkeit beeinflusst und auf diese Weise die Anreicherung von Körperfett begünstigt.“ so die Erstautorin der Studie, Hella Jürgens.

In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten hat der Konsum zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke, die einen hohen Fructose-Anteil (sieben bis 15 Prozent) aufweisen, weltweit stark zugenommen. Allein in den USA stieg der Verzehr von Fructose-haltigem Mais-Sirup, der häufig zum Süßen von Erfrischungsgetränken eingesetzt wird, in einem Zeitraum von 20 Jahren um mehr als 1.000 Prozent, wie vor kurzem eine amerikanische Studie berichtete.

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Parallel dazu nahm die Anzahl übergewichtiger Menschen dramatisch zu, so dass Wissenschaftler seit einiger Zeit einen Zusammenhang zwischen gestiegenem Fructose-Konsum und zunehmender Fettleibigkeit vermuten. Die vorliegende Studie liefert nun erste physiologische Daten, die einen Einfluss des Fructosekonsums auf die Zunahme des Körpergewichts und des Körperfetts zumindest am Mausmodell bestätigen. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Daten am Menschen zu verifizieren, so die Experten.

(Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, 01.08.2005 – NPO)

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