Massen-Obergrenze liegt bei rund zehn Milliarden Sonnenmassen Schwarze Löcher können nicht unbegrenzt wachsen - scinexx | Das Wissensmagazin
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Massen-Obergrenze liegt bei rund zehn Milliarden Sonnenmassen

Schwarze Löcher können nicht unbegrenzt wachsen

Schwarze Löcher können offenbar nicht unbegrenzt wachsen: Ein amerikanischer Astrophysiker hat jetzt nachgewiesen, dass bei rund zehn Milliarden Sonnenmassen Schluss ist. Dann hört auch der gewaltigste Riese im Zentrum der großen Galaxien auf, Materie zu verschlingen.

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Einst galten sie als seltene und exotische Objekte, doch inzwischen weiß man, dass es Schwarze Löcher im gesamten Universum gibt. Die größten und massereichsten von ihnen liegen in den Zentren großer Galaxien. Diese „ultra-massereichen“ Schwarzen Löcher besitzen Massen von mehr als einer Milliarde Sonnen. Doch selbst die Riesen im Zentrum der großen elliptischen Galaxien, die größten, die im Kosmos bekannt sind, scheinen nur bis zu einer bestimmten Größe zu wachsen. Aber wie groß kann ein solches Schwarzes Loch werden? Gibt es tatsächlich eine Obergrenze?

Wo liegt die Obergrenze?

Genau diese Frage stellte sich Priyamvada Natarajan, Professor für Astronomie und Physik an der Yale Universität. Er analysierte bestehende Daten im optischen Licht und Röntgenbereich zu solchen ultra-massereichen Schwarzen Löchern und stellte zum ersten Mal fest, dass diese Riesen an einem Punkt ihrer Entwicklung aufhören müssen zu wachsen. Nur eine solche Obergrenze könnte die Beobachtungen und gesammelten Daten erklären, so der Forscher. Offenbar, das belegen seine Berechnungen, ist bei rund zehn Milliarden Sonnenmassen Schluss.

Die gewaltigen Schwarzen Löcher scheinen unfähig zu sein, dieses Limit zu überschreiten, unabhängig davon, wo und wann sie im Kosmos existieren. „Das passiert nicht nur heute“, so Natarajan. „Sie hören in jeder Epoche des Universums auf zu wachsen.“

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Materienachschub reicht nicht mehr

Aber warum gibt es diese Obergrenze? Nach Ansicht des Wissenschaftlers könnte es daran liegen, dass die Schwarzen Löcher irgendwann an den Punkt kommen, an dem sie so viel Energie ausstrahlen wie sie aus ihrer Umgebung über Materie aufnehmen. Sie beeinträchtigen in ihrer „Gier“ dabei selbst den Gaseinstrom, von dem sie sich ernähren. Gleichzeitig stören sie auch die Sternenbildung in ihrer Umgebung und beeinflussen die Galaxienentwicklung.

Offenbar, auch darauf könnten die neuen Erkenntnisse hindeuten, entwickeln sich die Schwarzen Löcher im Herzen der Galaxien parallel zu diesen. „Die Belege für eine Schlüsselrolle der Schwarzen Löcher im Prozess der Galaxienbildung mehren sich schon eine ganze Weile“, erklärt Natarajan. „Jetzt allerdings scheint es als wenn sie die Primadonnas dieser Weltraumoper sein könnten.“

(Royal Astronomical Society (RAS), 12.09.2008 – NPO)

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