Kühle Luft trägt Schall bis zu zehn Kilometer weit Elefanten führen nachts „Ferngespräche“ - scinexx | Das Wissensmagazin
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Kühle Luft trägt Schall bis zu zehn Kilometer weit

Elefanten führen nachts „Ferngespräche“

© IMSI MasterClips

Elefanten sind nach Sonnenuntergang besonders kommunikativ. Sie verständigen sich mit ihren Artgenossen über eine Entfernung von bis zu zehn Kilometern. Das liegt vor allem an den besonderen Wetterverhältnissen am Abend und am frühen Morgen, die eine Kommunikation über eine größere Distanz begünstigen.

In der Savanne wird der Schall am Tag durch die vom Boden aufgeheizte und turbulente Luft gedämpft, so dass der volle Bass der Dickhäuter schnell verhallt. Nach Sonnenuntergang kühlt der Boden ab und es entsteht ein Schallkanal. Jetzt kann sich die Reichweite der Rufe verdreifachen. Außerdem nimmt die Anzahl der Ferngespräche deutlich zu. Das hat der Metereologe Michael Garstang in einem von der National Geographic Society geförderten Projekt in Namibia herausgefunden.

Elefanten können sich in einem sehr breiten Frequenzspektrum unterhalten, das von den höchsten Tönen einer Klarinette bis unter die tiefsten eines Konzertflügels reicht. Damit gehören sie zu den Tieren, die die tiefsten Töne produzieren können. Dieser so genannte Infraschall ist für den Menschen nicht hörbar. Den Elefanten aber ermöglichen diese tiefen Töne – auch über große Distanzen – den Informationsaustausch über Nahrungsquellen, Gefahren und mögliche Partner.

(National Geographic Deutschland, 20.02.2004 – AHE)

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