Erosionsspuren im Ga'ara-Becken Relief der Natur - scinexx | Das Wissensmagazin
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Erosionsspuren im Ga'ara-Becken

Relief der Natur

Relief der Natur © NASA Earth Observatory/ Joshua Stevens, Landsat 8 / U.S. Geological Survey

Dieses farbenprächtige Gemälde schuf nicht ein Künstler mit Pinsel und Palette. Das Kunstwerk entstand durch das Wirken der Natur. Zu sehen ist das Infrarotbild eines Wadis in der Ga’ara-Senke im Irak. Die Farben zeigen die verschiedenen, von der Erosion freigelegten Gesteinsarten und das Sediment, das in diesem ausgetrockneten Flusssystem abgelagert wurde.

Die Ga’ara-Senke sind rund 1.400 Quadratkilomeer groß und liegt in der Wüste an der syrisch-irakischen Grenze. Tektonische Verschiebungen des Untergrunds haben hier vor rund 30 Millionen Jahren einen Dom aus wechselnden Schichten von Kalk- und Sandstein emporgehoben. Seither haben die erodierenden Kräfte von Wind und Wasser diesen Dom abgetragen. Die verschiedenen Gesteinstypen wurden dabei angeschnitten und treten nun Oberfläche.

Der hier sichtbare Ausschnitt der Senke zeigt ein tief eingeschnittenes System von Wadis in der Ga’ara-Senke. Diese meist ausgetrockneten Flusstäler haben sich bei den extrem seltenen, aber starken Regengüssen tief in das weiche Gestein eingegraben. Zusätzlich Kraft bekamen diese Sturzfluten, weil sie von den teilweise über hundert Meter hohen Rändern der Senke in ihr Inneren stürzten.

Diese Aufnahme zeigt die verschiedenen Gesteinstypen und das in die Täler geschwemmte Sediment mithilfe einer besonderen spektralen Zusammensetzung des Lichts. Der Landsat-8-Satellite fotografierte das Gebiet in zwei verschiedenen Infrarot-Wellenbereichen sowie im grünen Licht. Diese Kombination macht die unterschiedlichen Gesteinstypen und die Bodenfeuchtigkeit deutlich sichtbar.

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