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Welche Veränderungen die Pflegebranche zu erwarten hat

Altenpflege

Symbolbild Pflegebedarf
© GettyImages, shapecharge

Die Pflegebranche steht vor großen Herausforderungen. Diese betreffen nicht nur die Auswirkungen der Corona-Pandemie, diese Problematik kommt zu den Veränderungen hinzu, die sich bereits seit Jahren abzeichnen: Der demographische Wandel beschreibt die Zusammensetzung der Bevölkerung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Nach dem Krieg zeigte die Pyramide einen Tannenbaum. Es gab viele junge Menschen, mit jedem Lebensjahrzehnt wurden die Linien kürzer. Zudem war es Tradition, ältere Menschen in der Familie zu pflegen. Durch die erhöhte Mobilität und die sich verändernden Familienstrukturen hat sich dieses Bild gewandelt. Viele Menschen sind im Alter allein oder die Familie wohnt weit weg. Somit entsteht der erhöhte Bedarf für einen Platz im Pflegeheim, dem das System aber immer schwieriger nachkommen kann.

Demographischer Wandel als eine Ursache für den höheren Pflegebedarf

Der demographische Wandel hat in den nächsten 20 bis 30 Jahren gravierende Folgen für die Pflege von Menschen, die Unterstützungsbedarf haben. Die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Dies liegt zum einen an der besseren medizinischen Versorgung. Erkrankungen am Herz-Kreislauf-System oder Krebserkrankungen haben deutlich bessere Heilungschancen als noch vor zehn Jahren. Erkrankungen aus diesen beiden Bereichen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Zum anderen ist das Leben einfacher geworden. Die Menschen der heute lebenden Generationen kennen in der Regel keine Mangelversorgung und keinen echten Hunger mehr. Dank der Digitalisierung wird körperliche Arbeit immer seltener. Auch dies hat Auswirkungen auf das Lebensalter, denn Mangel an Nährstoffen und schwere körperliche Arbeit sind Faktoren, die in den vergangenen Jahrzehnten die Lebenserwartung verkürzt haben. Ein weiterer Grund für den hohen Pflegebedarf ist die Tatsache, dass der demographische Tannenbaum mittlerweile immer mehr Ähnlichkeit mit einem klassischen Baum hat: Der schmale Stamm steht für die immer geringer werdenden Geburtenrate, die breite Krone für die Bevölkerung im mittleren und höheren Lebensalter. Somit gibt es in Zukunft weniger Junge, die ältere Menschen versorgen können.

Bedarf an Plätzen in Pflegeheimen steigt im nächsten Jahrzehnt deutlich an

Es ist zu erwarten, dass es in Zukunft nicht mehr genug Plätze für Menschen mit Unterstützungsbedarf im Pflegeheim geben wird. Das System benötigt deutlich mehr Pflegeheime. Somit ist es auf jeden Fall empfehlenswert, wenn Investoren jetzt oder in naher Zukunft Pflegeimmobilien in guter Lage kaufen. Um für die Menschen ein attraktives Lebensumfeld zu schaffen, sind folgende Kriterien sehr wichtig:

  • Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel
  • Für mobile Senioren Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe
  • Möglichkeiten für Spaziergänge in der direkten Umgebung
  • Ausreichend Parkplätze für Mitarbeiter und Angehörige
  • Gebäude muss an den Bedarf eines Pflegeheims angepasst sein

In vielen Fällen ist es möglich, ein bereits vorhandenes Gebäude umzubauen und so eine ideale Grundlage für die Nutzung als Pflegeheim zu schaffen.

Bessere Arbeitsbedingungen für das Personal

Die Einrichtung eines Pflegeheims ist ohne qualifiziertes Personal nicht möglich. Der Personalmangel ist jetzt schon ein Problem. In den nächsten zehn Jahren gehen die sogenannten Babyboomer, die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Generation, in Rente. Dies wird den Bedarf an Pflegekräften verstärken. Somit ist es wichtig, für das Pflegepersonal bessere Arbeitsbedingungen und eine sehr gute Bezahlung zu ermöglichen. Nur dann können die Veränderungen, die sich durch Einwirkung von außen in der Pflegebranche ergeben, gemeistert werden.

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