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Digitalisierung

Smart Meter gegen Mehrverbrauch

Über die Smart-Home-Technologie können Geräteeinstellungen, die den Energienverbrauch beeinflussen, per Computer oder Smartphone schnell an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden – zuhause oder unterwegs. © pixabay.com, geralt (CC0)

Die Vernetzung von Geräten in den Haushalten nimmt zu – Stichwort Smart Home. Studien gehen davon aus, dass es bis 2025 in Europa 1,7 Milliarden vernetzte Haushaltsgeräte geben wird. Und in dieser Schätzung sind IT und Unterhaltungselektronik und somit PCs, Fernseher und Co nicht einmal inbegriffen. Ja, Smart-Home-Geräte erleichtern uns in vielerlei Hinsicht den Alltag. Aber dafür bezahlen wir mit einem gewaltigen Anstieg des Stromverbrauchs: Diese Geräte müssen sich ständig auf Stand-by befinden, um etwa auf Sprachkommandos zu reagieren. Eine Möglichkeit, dem Mehrverbrauch entgegenzuwirken, sind intelligente Stromzähler oder Smart Meter.

Smart Home sorgt für steigenden Stromverbrauch

Die Zahlen sind alarmierend: Um bis zu 100 Euro kann die Stromrechnung eines Haushalts jährlich aufgrund vernetzter Geräte steigen, so Experten. Europaweit wird mit einem langfristigen Mehrverbrauch von 70 Terawattstunden pro Jahr gerechnet – das würde dem gesamten Stromverbrauch aller italienischen Haushalte in einem Jahr entsprechen.

Nach Berechnungen des IT-Anbieters Cisco wird der Internetdatenverkehr in Deutschland im Jahre 2019 dreißigmal höher sein als 2005. Der mobile Datenverkehr allein steigt, so Cisco, jährlich um rund die Hälfte an. Die übertragenen Videodaten würden bis 2019 auf das Dreifache anwachsen.

Was bedeutet Digitalisierung für die Umwelt?

Eine Entwicklung, die durch die zunehmende Vernetzung weiter angeheizt wird. Denn bislang dient das Smart Home vor allem dazu, die Wirtschaft weiter wachsen zu lassen – was das für die Umwelt und unsere Ressourcen bedeutet, spielt kaum eine Rolle. Daher gilt es, den ökologischen Fußabdruck von Smart-Home-Geräten zu verringern. Ein mögliches Hilfsmittel für Verbraucher sind dabei intelligente Messgeräte wie Smart Meter.

Bei dieser intelligenten Art der Strommessung wird der Verbrauch elektronisch und mehrmals in der Stunde ermittelt. So lässt sich detailliert ablesen, wann wie viel Energie verbraucht wurde. Diese gesammelten Informationen werden dann an den Energieanbieter übermittelt.

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Smart Meter: Den eigenen Verbrauch stets im Blick

Mit einem Smart Meter hat jeder Haushalt die Möglichkeit, seinen Verbrauch im Blick zu behalten und Stromfresser ausfindig zu machen. Per App kann sich jeder Verbraucher auch von außerhalt über seinen Energieverbrauch informieren. Zusätzlich protokollieren Smart Meter den Stromverbrauch im Verlauf der Zeit – so lässt sich prüfen, wie sich der Verbrauch im Vergleich zum Vormonat oder dem Jahr zuvor entwickelt hat. Ein solcher Check animiert zum Stromsparen, laut Expertenschätzungen sind jährliche Energieeinsparungen von fünf bis zehn Prozent möglich. Das wäre immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

(Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Stefan Konwiarz., 13.06.2018 – )

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