Bessere Fenster-Energiebilanz mit Thermo-Sonnenschutz - scinexx | Das Wissensmagazin
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Wärmedämmung

Bessere Fenster-Energiebilanz mit Thermo-Sonnenschutz

Auch moderne Fenster profitieren von einer energetischen Optimierung mit Hilfe von Rollos und Plissees. © Livoneo.de

Fenster bieten hinsichtlich ihrer Energieersparnis immer noch nicht ausreichend befriedigende Ergebnisse. Eine Möglichkeit ist es, Fensterflächen zusätzlich mit einem Thermo-Sonnenschutz zu verhüllen. Auf dem Markt sind verschiedene Modelle erhältlich. Deren Energiespar-Wirkung beruht entweder auf dem Prinzip der Wärmereflexion – oder auf Luftsäulen, die den Austritt von Wärme verlangsamen.

Fenster tragen während der Heizsaison nach wie vor gravierend zu Energieverlusten bei. Das gilt auch für hochmoderne zwei- bis dreifachverglaste Modelle. Sie weisen mit technisch optimierten Scheiben- und Rahmenfertigungen mittlerweile zwar stark verringerte Wärmekoeffizienten (U-Werte) auf, was gleichbedeutend für geringere Energieverluste steht. Dass jedoch gar keine Wärme mehr während der Heizperiode austritt, ist bislang noch nicht der Fall.

Komplett isolierende Fenstertypen sind allerdings auch nicht unbedingt wünschenswert. So sollten sie zumindest noch so weit wärmedurchlässig sein, dass sie auch solare Energiegewinne verzeichnen. Schließlich lässt sich auch mit Wärme, die an sonnigen Tagen in der kalten Jahreszeit durchaus in den Innenraum hereinkommt, einiges an Energie sparen, da die Heizung dann regelmäßig ausgeschaltet werden kann.

Energetische Optimierung mit Hilfe von Rollos und Plissees

Wie eine Studie des Fraunhofer Instituts für Bauphysik nahelegt, lässt sich die Energie-Bilanz von Fenstern allerdings erhöhen, wenn ein innenliegender Sonnenschutz mit Thermoschutzfunktion angebracht wird.

Dieser sollte möglichst flexibel bedienbar sein. Isolationsfolien beispielsweise bieten das nicht. Sie verhindern aufgrund ihrer dauerhaften Klebemontage auf der Fensterscheibe zwar konsequent jeglichen Wärmedurchgang, lassen aber auch keine thermische Energie herein. Variabler sind hier Thermorollos und Wabenplissees mit Faltenoptik, die je nach Bedarf und Außentemperatur jederzeit so justiert werden können, dass sie das Fenster ganz, teilweise oder gar nicht bedecken.

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Fensterdämmung mit Licht- und Wärmereflexion

Die einfachste Version der Fensterdämmung sind Fensterdekorationen mit reflektierenden Rückseiten. Rollos mit ausgewiesenem Thermoschutz sind dabei häufig mit Aluminium beschichtet, während Plissees wiederum mit Perlmuttschicht angeboten werden. Beide Varianten strahlen im Winter die Heizwärme zurück in den Innenraum ab. Auch an heißen Sommertagen fungieren diese Sonnenschutztypen als Dämmschicht, in dem sie die von außen hereindringende Hitze bis zu einem gewissen Grad zurückreflektieren.

Das in den Waben eingeschlossene Luftpolster fungiert als Isolierschicht. © Livoneo.de

Luftröhren als Heizenergie-Blockade

Eine weitere Variante sind Wabenplissees, die ebenfalls gegen Heizverluste dämmen und den Innenbereich auch vor Hitzestau im Sommer schützen. Der grundsätzliche Wirkmechanismus von Wabenplissees basiert jedoch nicht auf reflektierenden Eigenschaften. Vielmehr wird hier die besondere physikalische Eigenschaft von Luft als schlechter Wärmeleiter genutzt. Um diesen Luftdämmungs-Effekt effizient umzusetzen, ist diese Plissee-Gattung aus zwei Stoffen mit Zellkammern zusammengesetzt. Die mit Luft gefüllten wabenförmigen Röhren puffern den Wärmedurchgang dahingehend ab, dass er nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung erfolgt. Eine weitere Luftschicht, die sich automatisch zwischen Sonnenschutz und Fensterscheibe bildet, verstärkt die Dämmwirkung zudem.

Im Handel werden Wabenplissees angeboten, die wahlweise Licht durchlassen oder lichtundurchlässig sind. Verdunklungsplissees liefern hier eindeutig besseren Dämmschutz. Ihr Material ist kompakter gewebt, was den Durchtritt von Wärme oder Kälte an sich schon deutlich erschwert.

Die besten Einsparergebnisse bis zu 30 Prozent liefern Verdunkelungsmodelle, deren Luftröhren eine Aluminium-Innenbeschichtung aufweisen und die überdies eine weiße Rückseite haben. Hier kommen dann luftdämmende wie wärmereflektierende Eigenschaften gleichermaßen zur Wirkung und ergänzen sich sogar noch gegenseitig.

(Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Claus Mühlfeld., 05.06.2018 – )

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