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Dienstag, 17.10.2017
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Autofahren steigert Herzinfarkt-Risiko

Ultrafeine Partikel bedrohen Herzkreislauf-Patienten

Steigt das Herzinfarkt-Risiko durch die Nutzung von Verkehrsmitteln? Im Rahmen des Projekts "Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA)" sind Wissenschaftler vom GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, dieser Frage nachgegangen.
Autoabgase

Autoabgase

In der Studie unter Leitung von Dr. Annette Peters aus dem Institut für Epidemiologie der GSF konnte bei 691 Herzinfarktüberlebenden ein Zusammenhang beobachtet werden. Die Ergebnisse, die in der heutigen Ausgabe des "New England Journal of Medicine" veröffentlicht sind, zeigen ein 2,9fach erhöhtes Risiko für die Auslösung von Herzinfarkten eine Stunde nach Aufenthalten in Verkehrsmitteln.

In ausführlichen Interviews hatten die Forscher erfragt, was die Patienten in den vier Tagen vor dem Herzinfarkt getan haben und wo sie sich aufgehalten haben. Zu den Verkehrsmitteln zählten Autos, öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Straßenbahnen, Fahrräder und Motorräder. 72 Prozent aller Fahrten wurden mit dem Auto zurückgelegt, 16 Prozent mit dem Fahrrad, zehn Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zwei Prozent mit Motorrädern.

Die Teilnehmer im Straßenverkehr sind erhöhten Schadstoffkonzentrationen und insbesondere erhöhten feinen und ultrafeinen Partikelkonzentrationen ausgesetzt. Tierexperimentelle Studien deuten daraufhin, dass diese Partikel in der Lage sind die Herzfunktion zu verändern. Die neuen Ergebnisse untermauern die schädigende Wirkung von Partikeln auf Menschen mit Herzkreislauferkrankungen. Wenn sich diese Ergebnisse in Folgestudien bestätigen, wäre die Wirkung der Partikel ausgeprägter und setzte insbesondere schneller ein als bisher vermutet.
(GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, 22.10.2004 - DLO)
 
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