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Donnerstag, 29.09.2016
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Die Macht der Hormone

Alleskönner, Jungbrunnen und Liebestrank?

Die Macht der Hormone

Die Macht der Hormone

Ohne sie könnten wir nicht überleben. Von Kopf bis Fuß, in jedem Augenblick unseres Lebens sind sie es, die den Zellen und Geweben des Körpers lebenswichtige Signale und Arbeitsanweisungen geben. Die Hormone sind die wichtigsten chemischen Botenstoffe im menschlichen Organismus. Doch ein Aspekt ihrer mannigfaltigen Wirkungen ist heute besonders begehrt und umstritten zugleich: Ihr vermeintlicher – oder tatsächlicher Einfluss auf das Altern und die Leistungsfähigkeit von Körper und Geist.

Kaum etwas geschieht ohne Hormone. Sie regulieren wichtige Stoffwechselgrößen wie Temperatur, Blutdruck und Blutzucker. In der Kindheit sorgen sie für das nötige Wachstum von Knochen und Muskeln, als Teenager verdanken wir ihnen die Turbulenzen der Pubertät, und im mittleren Alter leiden viele Frauen – aber auch Männer - an Hormonentzug und damit an den Wechseljahren.

Doch genau diese Lebensphase ist nun zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und auch der Medizin gerückt. Angesichts des nach wie vor grassierenden Ideals von Jugend und Schönheit suchen Mediziner, aber auch selbsternannte „Anti-Aging-Experten“, nach immer neuen Wundermitteln gegen den natürlichen Abbau von Kraft und Jugendlichkeit in der zweiten Lebenshälfte.

Immer wieder tauchen Behauptungen auf, mit Hormongaben könne das Altern aufgehalten, ja sogar rückgängig gemacht werden. Von neuer Muskelkraft ist die Rede, von stärkeren Knochen und wieder erstandener Potenz, aber auch verbesserter geistiger Leistungsfähigkeit und längerem Leben. Insbesondere in den USA boomt der Markt mit hormonhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten, aber auch in Deutschland wird der Anti-Aging-Markt immer größer.

Doch bewiesen ist von all diesen Wunderwerken der Hormongaben bisher kaum etwas. Zwar vermögen die Botenstoffe bei Menschen mit krankhaftem Hormonmangel tatsächlich in vielen Fällen eine Linderung der Beschwerden oder sogar Abhilfe herbeizuführen. Für die in den verschiedensten Varianten und Zubereitungen vertriebenen Anti-Aging – oder Wellnessmittel gilt dies aber nicht.

Im Gegenteil, immer häufiger kommen Studien zu alarmierenden Ergebnissen. Nicht nur die bereits seit Jahren umstrittene Hormonersatztherapie gegen Wechseljahresbeschwerden, auch die vermeintlich gesundheitsfördernden Anti-Aging-Hormone erweisen sich mehr und mehr als zweischneidiges Schwert. In vielen Fällen rufen sie schwere Nebenwirkungen und im Extremfall sogar Krebs und allergische Schockreaktionen hervor. Im harmlosesten Falle sind die Hormongaben schlicht und einfach wirkungslos.

Inhalt:

  1. „Zentrale an Basis“
    Wo entstehen die Hormone?
  2. Zielzelle gesucht
    Der Weg der Hormone zum Wirkungsort
  3. Jungbrunnen mit Schattenseiten
    Das Wachstumshormon HGH
  4. Der Stoff aus dem die Träume sind…
    Melatonin, das Schlaf-Hormon
  5. Testosteron: Männlichkeit pur?
    Das verkannte Geschlechtshormon
  6. Östrogen und Co.
    Der weibliche Zyklus und sein Ende
  7. Der „Hormonschock“
    Die WHI-Studie und das Risiko der Hormonersatztherapie
  8. Casanova oder lebenslänglich?
    Wühlmäuse, das Hormon Oxytocin und die Liebe
  9. Liebestrank und Treuegen
    Hormone als Schlüssel zu Lust, Liebe und Verliebtheit?
Nadja Podbregar
Stand: 19.11.2004
 
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