Zahl der bekannten Mausmaki-Arten erhöht sich auf 16 Neue Primatenart auf Madagaskar entdeckt - scinexx | Das Wissensmagazin
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Zahl der bekannten Mausmaki-Arten erhöht sich auf 16

Neue Primatenart auf Madagaskar entdeckt

Der Microcebus macarthurii lebt im Osten Madagaskars in den dichten, immergrünen Bergregenwäldern der Makira-Region. © Dr. Blanchard Randrianambinina

Forscher haben im Osten Madagaskars in den dichten, immergrünen Bergregenwäldern der Makira-Region eine bisher unbekannte Primatenart entdeckt. Die kleine nachtaktive Mausmaki-Spezies wurde auf den Namen Microcebus macarthurii, MacArthur’s Mausmaki, getauft.

Aufgespürt wurde die neue Art bei einer Bestandserhebung der Lemurenfauna in der Region. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Verbreitungsgebiet des MacArthur’s Mausmaki sehr klein ist, da mehrere große Flüsse und eine Gebirgskette die Region durchschneiden – diese natürlichen Barrieren könnten die Ausbreitung limitieren.

Die Forscher um Ute Radespiel aus dem Institut für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) berichten gemeinsam mit madagassischen Wissenschaftlern und Studierenden der Organisation GERP (Groupe d’Étude et de Recherche sur les Primates de Madagascar) in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „American Journal of Primatology“ über ihre Ergebnisse.

Mensch gefährdet Maki-Domizil

Nach ihrer Entdeckung entnahmen die Wissenschaftler den Tieren kleine Gewebeproben, die von Radespiels Team im Labor des Instituts für Zoologie der TiHo genetisch untersucht und mit den Gensequenzen der 15 bereits bekannten Mausmaki-Arten verglichen wurden.

Die neue Art unterscheidet sich nicht nur genetisch sondern auch in ihren Körpermaßen von der bisher in dieser Region vermuteten Schwesterart, dem Mittermeier’s Mausmaki. Die Makira-Region ist hinsichtlich ihrer Lemurenfauna nach diesen neuen Erkenntnissen als eine der artenreichsten Gegenden Madagaskars einzustufen.

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„Leider gibt es hier, wie in vielen anderen Regionen Madagasskars auch, eine gravierende Bedrohung der verbliebenen Naturräume durch menschliche Eingriffe wie Entwaldung, Brandrodung, Jagd und den Abbau von Bodenschätzen. Es sind dringend Naturschutzaktivitäten geboten, um diesen Tieren langfristig ein Überleben zu ermöglichen“, sagt Radespiel.

(idw – Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, 15.07.2008 – DLO)

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